Loewe-Opta-Chef Frieder Löhrer als "Prediger" der 1. Fastenpredigt am 21.02.10 in der Basilila Vierzehnheiligen

Die Fastenpredigten in der Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen haben schon eine kleineTradition. Auch in diesem Jahr versuchen Theologen und Christen in weltlichen Berufen ganz persönlich Antwort zu geben auf die Frage: Warum ich Christ bin und es auch bleibe?
Was bedeutet mir Jesus Christus? Und wenn seine Botschaft mein Leben trägt und bestimmt, was hat das mit der konkreten Kirche zu tun? Wie gehe ich um mit Enttäuschungen und dem menschlichen Versagen der Kirche? Diese Themen rücken in unserer heutigen schnelllebigen Gesellschaft ganz besonders in den Vordergrund.
Die erste Fastenpredigt am Sonntag, 21. Februar, "predigte" Frieder C. Löhrer, seit April 2008 Vorstandsvorsitzender des Fernsehhersteller Loewe AG in Kronach. Löhrer studierte an der RWTH Aachen Maschinenbau. Nach Abschluss des Studiums und ersten beruflichen Stellungen bei Thyssen und der Wacker Chemie machte er neben seiner Tätigkeit für Zumtobel in den Vereinigten Staaten gleichzeitig den Master of Business an der Henley Business School in England. Frieder C Löhrer ist ehrenamtlich auch als „Alter Herr“ tätig. So war er seit Anfang 2007 bis Ende 2009 Erster Vorsitzender des Vorstandes des Weinheimer Verbandes Alter Corpsstudenten e.V. Nach der Wiedervereinigung wurde er auch Alter Herr des 1992 rekonstitutierten Corps Saxo-Borussia Freiberg.
„Love it - change it - leave it” – liebe es, wie es ist! "Wir sitzen auf den Tribünen und Zuschauerrängen und lernen dies in modernen Kursen des Managements, so der Laienprediger. Was jedoch hat dies mit meinem Sein in der Kirche zu tun?", stellte Löhrer sich selbst die Frage und betonte, "dass unsere Kirche nie von dem Rabbi Jesus bewusst gegründet wurde. Jesus hat in Bildern gesprochen, aber diese passieren im Kopf. Und Paulus als Marketingdirektor hat diese Botschaft in die Welt gebracht. Er hat das auserwählte Volk Israel erweitert. Nicht die Geburt entscheidet, sondern die Botschaft mitzumachen. Das eigene Bekenntnis zum Mitmachen, und die Hand Gottes, uns aufzunehmen. Der Allmächtige, der „Adonai Elohim“ macht uns allen dieses Angebot. Dafür bin ich dankbar, für dieses Geschenk um das gerungen werden will und muss", so Löhrer.
Was hat dies jedoch mit den Managementmethoden zu tun und was und wem glauben wir? Wie ernst meinen wir es mit der Ökumene, am gemeinsamen Tisch des Herrn? Wie steht es mit der Frau in der Kirche, ist dieser Platz mit Maria abgedeckt? Welches Bild machen wir uns von Gott? Fragen über Fragen, die wir in unseren Köpfen bebildern und wir entscheiden sollen, ob uns die Kirche noch passt.
„Love it – change it – leave it“, ist dies eine neue Ersatzreligion, ein Haltepunkt für Suchende in einer rationalen Welt?" "Nein", meinte der Prediger: „Kommt runter von den Rängen und bringt euch ein. Auch wenn es mühsam ist und wenn es zu Niederlagen, oder nicht zum anvisierten Ziel führt. Das Ringen um eine menschliche Heimat in der Kirche um Gottes Willen ist unser Auftrag. Steigt von den Zuschauerrängen und bringt euch ein, um Gottes, des Menschen und der Sache willen“ appellierte der Laienprediger an die zahlreichen Zuhörer in der Basilika.












