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Christophorusandacht mit Segnung von Fahrzeugen am 25.07. in Vierzehnheiligen

Mit einer Andacht zu Ehren des Heiligen Christophorus feierten viele Gläubigen in der Basilika Vierzehnheiligen den Schutzpatron der Autofahrer.
Die katholische Kirche feiert nach alter Überlieferung am 24. Juli das Fest des Heiligen Christophorus. Die Legende sagt, dass der Heilige Christophorus das Christuskind durch einen Strom trug, deshalb nennt man ihn auch den Christusträger. In den östlichen Legenden soll Christophorus ein hundsköpfiges Ungeheuer gewesen sein, das erst durch die Taufe zum Menschen wurde.
In den westlichen Legenden wird vom Christophorus erzählt, dass er dem Mächtigsten dienen wollte. Er schloss sich dem Teufel an, doch als er sah, dass dieser Angst vor dem Bildnis des gekreuzigten Herrgott hatte wusste Christophorus, dass dieser nicht der Mächtigste ist. 40 Jahre lang trug Christophorus die Menschen über den Strom bis er eines Tages das Jesuskind trug und er seinen wahren Herren erkannte.

P. Christoph Kreitmeir stellte die Andacht unter das Thema "Bleib Mensch am Steuer" und berichtete unter anderem darüber, dass es in der Autobahnkirche "St. Christophorus" in Himmelkron bei Bad Berneck ein Buch gibt, in dem all die Unfalltoten eingetragen sind, die den Geistlichen dort gemeldet wurden. Die vielen Unfalltoten in unserem Land sollen nicht vergessen werden, auch die vielen Verletzten und die Not der Angehörigen darf nicht in Vergessenheit geraten. P. Christoph erzählte in seiner Predigt, dass er selbst erst vor kurzem allein an einem Tag, wo er unterwegs war, zwei tote Füchse und einen toten Dachs von der Straße wegräumte, weil diese erstens zu achtende Lebewesen waren und zweitens weitere Unfälle verursachen könnten. Auch die vielen HelferInnen im Straßenverkehr, die Polizisten, die Feuerwehrleute, das THW, die Sanitäter und Ärzte und viele mehr wollte P. Christoph erwähnt wissen, als er sich dann dem Hl. Christophorus mehr zuwandte.

Das "Vater-unser", welches gegen Ende der Andacht gemeinsam gebetet wurde, wurde zuerst von P. Christoph mit meditativen Gedanken eingeführt:

Vater unser – etwas anders …

Vater unser: Die Straße gehört allen. Du bist der Vater auch der Fußgänger und Radfahrer, der Alten, der Kinder, der behinderten Menschen und auch der Tiere.

Geheiligt werde Dein Name: Durch Ruhe und Gelassenheit, Rücksicht und Freundlichkeit, auch dann, wenn es wirklich Ärger gibt: bei Pannen und in Staus, oder wenn Anfänger ihre Fehler machen.

Dein Reich komme: Und es beginnt schon ein wenig, wenn Fairness und Aufmerksamkeit, Güte und Hilfsbereitschaft unser Verhalten bestimmen.

Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden: Damit nicht das Recht des Stärkeren auf unseren Straßen herrscht und Menschen in Gefahr bringt, sondern Deine Menschenfreundlichkeit sich in unserem Umgang miteinander spiegelt.

Unser tägliches Brot gib uns heute: Die meisten Verkehrsteilnehmer sind zum Brotverdienen unterwegs. Bewahre uns davor, dass durch uns ein Mensch zu Schaden kommt.

Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern: Hilf, dass wir nicht durch Unachtsamkeit, Leichtsinn oder Müdigkeit schuldig werden.

Und führe uns nicht in Versuchung: Zu rasen, wenn es eilt oder weil wir angeben wollen. Zu überholen, weil wir keine Geduld aufbringen. Die Vorfahrt zu erzwingen, weil wir meinen, im Recht zu sein. Uns ans Steuer zu setzen mit Alkohol im Blut.

Sondern erlöse uns von dem Bösen: Vom Rausch der Geschwindigkeit, von Rücksichtslosigkeit und Sturheit, damit wir Deine Schöpfung nicht aufs Spiel setzen.

Der Heilige Christopherus ist der Schutzpatron der Menschen, die unterwegs sind, deshalb haben auch viele Autofahrer eine Christopherus Plakette in ihren Fahrzeugen.

Nach der Andacht lud P. Christoph die vielen Gläubigen zur Fahrzeugsegnung ein, was auch von den zahlreichen Gläubigen gerne angenommen wurde. Dabei segnete er nicht nur die Fahrzeuge, sondern - wenn gewünscht - auch die Menschen, denen die Fahrzeuge gehörten.

Wenn Gottes Segen auf die Fahrzeuge herab gerufen wird, bedeutet das für alle Fahrzeuglenker eine Verpflichtung zu Gewissenhaftigkeit und Rücksichtsnahme im Straßenverkehr. Bei der unverantwortlichen Fahrweise so mancher Autofahrer ist dieser Segen sicherlich auch nötig, bei weitem jedoch nicht ausreichend.
"Bleib Mensch am Steuer", damit unser Zusammenleben in einer mobilen Welt von Menschlichkeit und Verantwortung geprägt ist.


Christophorus-1_2010

Viele PKWs, Motorräder, Fahrräder und andere Fahrzeuge standen auf dem Basilikavorplatz und wurden nach der Andacht von P. Christoph gesegnet.

Christophorus-2_2010

Gerne segnete P. Christoph auch die Menschen, die sich bei ihren Fahrzeugen aufgestellt hatten.

Basilika Infotafel

Franziskanerkloster Vierzehnheiligen 2
D-96231 Bad Staffelstein

Tel.: 09571 / 95 08 -0
Fax. 09571 / 95 08 -50

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© Franziskanerkloster Vierzehnheiligen, D-96231 Bad Staffelstein - 08.09.2010    RSS News RSS News abonnieren