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Der Konvent der Franziskaner

Zeit, Zuwendung und Zärtlichkeit

Zeit, Zuwendung und Zärtlichkeit - Valentinssegnung am 13.02.11 in der Basilika Vierzehnheiligen

(Hier handelt es sich um die Bearbeitung der Berichte von Philipp Fischer im Fränkischen Tag vom 15.02.11, S. 12 und Heinz Voll im Obermain Tagblatt vom 15.02.11, S. 26.)

Axel Weber und seine Frau Petra Mauser-Weber halten ihr kleines Herz fest in der Hand. Auf ihrem Arm ihr dreijähriges Töchterchen Aurelia, in ihren Händen ein Herz aus Holz - geschlagen aus einem Holzreif in Herzform. „Es gibt Kraft für das Bevorstehende“, sagt Axel Weber sichtlich beeindruckt über es und den ökumenischen Segnungsgottesdienst in der Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen zum Valentinstag am 13.02.11.

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Den ökumenischen Segnungsgottesdienst am Valentinstag werden Axel Weber, Petra Mauser-Weber und Aurelia so schnell nicht vergessen. In Händen halten sie ein Herz aus Holz, das aus einem herzförmigen Holzring geschlagen wurde. Das ist - wie ihre Liebe ganz individuell - mit eigenen Stärken und eigener Maserung.

Das kleine Herz hatten die zahlreichen Besucher (gut 400 BesucherInnen) - Liebende und Verliebte aller Altersgruppen - nach der Segnung mit ihrem Partner erhalten. Pfarrer Matthias Hagen, der zusammen mit seiner Frau Sabine Schmid-Hagen, Franziskanern und Franziskusschwestern, die Feier vorbereitet hatte und gestaltete, erklärte das kleine „Give-away“:„Ein Herz ist nicht nur eine Handschmeichlerei.“

Das traf auch den Tenor des Gottesdienstes, der mit Texten, Gebeten und Liedern zeigte, was der Valentinstag bedeutet. Guardian, P. Heribert Arens, klärte eingangs über die Legende um den Heiligen Valentin auf. Der Patron der Liebespaare gab Verliebten eine Blume aus seinem Garten. Weitaus bedeutsamer war jedoch, dass er ihnen auch den Weg in die Ehe ebnete. Heimlich, weil eine Liebesheirat zu seiner Zeit im 3. Jahrhundert nicht üblich war. Und der christliche Sinn? Man dürfe „Gott dankbar sein für den Partner“. „Die Liebe hat Sie leben lassen“, sprach der Franziskaner die zahlreichen Besucher aus Nah und Fern an. Familie Weber reiste beispielsweise eigens aus Hemhofen an. Seine Schwiegereltern waren im Vorjahr vom schönen, symbolischen Gottesdienst in der Basilika begeistert, verrät Axel Weber. Und der war „beherzt und herzlich“. So, wie es das Thema der ökumenischen Feier verhieß.

Pfarrer Matthias Hagen blickte in seiner Ansprache auf die „Tage der großen Gefühle“ und darauf, wie manche sie zeigen. „Bei einem vielleicht nur ein kurzes, leises Dankeschön und beim anderen ein ganz gefüllter Tag, die Liebe prall zu feiern.“ Er betonte, wie wichtig diese Momente sind: „Wir brauchen solche Tage, an denen sich das Herz aufmacht in lichte Höhen der Gefühlswelt, um ein Stück dem Geheimnis näher zu kommen, das Leben und Liebe umgibt.“ Doch Liebe sollte nicht nur „ein ausgewähltes Gefühl für bestimmte Tage“ sein. Die „drei Z’s, Zeit, Zuwendung und Zärtlichkeit“ brauche man in einer Partnerschaft das ganze Jahr. Und manchmal müsse man hart an ihr arbeiten.

„Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt“, lauteten die Worte der Lesung. Als „Gabe und Aufgabe, Geschenk und Auftrag“ sieht Pfarrer Hagen danach die Liebe. Deshalb das Herz aus dem Holzblock. Das ist - wie jede Liebe, wie jedes Paar - ganz individuell - mit eigenen Stärken und eigener Maserung.
„Die Segnung mit dem Herzen war eine schöne Geste“, bekennt Axel Weber. Familie Weber samt Töchterchen Aurelia nehmen die Worte des Segnungsgottesdienstes mit. Und, dass man das selbstverständliche „Ich hab dich lieb!“ vielleicht zu selten sagt.

Am Ende der Feier segneten der P. Heribert, Pfarrer Hagen, Pfarrerin Schmid-Hagen, P. Ernst, sowie die Franziskanerschwestern Therese und Waltraud die Paare. Abschließend lud P. Heribert alle Paare in das Informationszentrum im Kloster zu einem kleinen Umtrunk ein.

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Ein schönes Zeichen der Ökumene: Guardian, P. Heribert Arens segnet das evangelische Pfarrersehepaar Schmid-Hagen aus Bad Staffelstein.

Infobox: Heiliger Valentin

Der Heilige Valentin ist ein römischer Märtyrer. Der Legende nach wirkte Valentin von Terni zur Zeit von Kaiser Claudius Goticus II. in Rom als Priester. Nachdem er der blinden Tochter des Präfekten das Augenlicht schenkte, ließ sich dieser mit 40 Untergebenen taufen. Das war dem Kaiser nicht genehm, weshalb er alle ins Gefängnis werfen und Valentin am 14. Februar 270 enthaupten ließ.
Über Valentins Grab an der Via Flaminia wurde zu Ehren des Heiligen eine Kirche errichtet. Der Heilige Valentin ist der Patron der Imker und Verlobten. Sein Festtag ist der 14. Februar.

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© Franziskanerkloster Vierzehnheiligen, D-96231 Bad Staffelstein - 17.05.2012    RSS News RSS News abonnieren