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Der Konvent der Franziskaner

Vorträge P. Ernst


P. Ernst FischerDie Vorträge von P. Ernst finden sie im Anschluß nach dieser Auflistung. Seine Themen beschäftigen sich mit Bereichen zwischen christlicher Theologie und Spiritualität und deren Umsetzung im Leben.


Nach Kontaktaufnahme (E-Mail) ist es möglich, einen Vortrag im näheren Umkreis von Vierzehnheiligen (ca. 60 Km) anzufragen. Die Vorträge dauern in der Regel 60 - 90 Minuten mit der Möglichkeit, sich darüber dann auch auszutauschen.

Die Vorträge von P. Ernst Fischer:

Christlicher Glaube in der Postmoderne

Wir Menschen am Beginn des dritten Jahrtausends werden immer wieder klar damit konfrontiert, dass das Ende der Moderne gekommen ist. Ökologische Krise, Globalisierung und die damit einhergehenden Untergänge alter nationaler, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Muster sind nur einige wenige Kennzeichen dieses nachmodernen Zeitalters. Der geistige Diskurs dieser Epoche, so es einen gibt, ist eine Art programmatische Beliebigkeit: Jeder und jede ganz nach seinem Belieben. Alle herkömmlichen Denkstrukturen und Denkschemata scheinen ins Wanken zu kommen: Konservativ und progressiv, absolut relativ, geistig, materiell, sie stimmen nicht mehr und sind beliebig austauschbar.

Der Prozess Jesu

"Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!"(Matth. 27,25) Mit diesem Ruf verurteilte nach der Darstellung des Evangelisten Matthäus vor dem römischen Statthalter das eigene Volk Jesus und damit den eigenen Messias. In der Geschichte hat dieser Satz zu einem ungeheurem Ausmaß an Hass zwischen Juden und Christen geführt bis hin zur Diffamierung der Juden als "Gottesmörder" War dieses Unheil im Sinne Jesu?

Die Auferstehung Jesu Christi, fromme Legende oder Grundlage christlicher Hoffnung?

Immer noch verkünden die christlichen Kirchen am Osterfest die Botschaft: Jesus Christus ist von den Toten auferstanden. Kann eine solche Botschaft am Beginn des dritten Jahrtausends überhaupt noch redlicher Weise verkündet werden? Hat denn nicht längst die naturwissenschaftliche Forschung die Bereiche Tod und Leben erobert? Sagen uns nicht heute schon die Naturgesetze dass eine Rückkehr vom Tod zum Leben absolut unmöglich ist? Kann man Erzählungen, die 2000 Jahre alt sind heute noch Menschen zumuten? Das Referat will sich der Auferstehungsproblematik widmen.

Die Heilung des Besessenen von Gerasa

Heilungswege und Heilungsmethoden kennt die Welt von heute zahlreiche. Der Markt der Psychotherapeuten boomt. Neben traditionellen gewachsenen Formen hat sich eine ganze Reihe von Psychotherapien etabliert, von der Reinkarnationstherapie zu Transaktionsanalyse und anderen Formen. Kann unter den vielen die hl. Schrift auch der Heilung dienen? Oder ist das eine überzogene Forderung an die hl. Schrift? Das Referat will in ganz behutsamer Weise aufzeigen, wie eine Geschichte der hl. Schrift so auf das persönliche Leben angewandt werden kann, dass sie ordnend, beruhigend und Vertrauen erweckend auf die Seele einwirken kann. Jesus ist nicht als Wunderdoktor gekommen, das hat er eindeutig abgelehnt. Er ist der Messias der Liebe, die alles hingibt, sogar das eigene Leben. Gerade diese Liebe heilt ganzheitlich, sie nimmt den Menschen wahr in seiner Ganzheit, bestehend aus Leib und Seele. So gehören für Jesus oft auch Sünde und seelisches Leid zusammen. Ganz deutlich kommt das in den Exorzismen Jesu zum Ausdruck. Das gilt insbesondere auch für die Heilung des Besessenen aus Gerasa, der von einer "Legion" von Dämonen besessen ist, wie der Evangelist Markus es ausdrückt. Es ist sehr sinnvoll diese Geschichte einmal unter diesem Gesichtspunkt zu hören.

Jesus, der Gefährte im Leiden

"Um unseres Heiles willen ist Jesus Christus gestorben und begraben worden" So betet die Kirche im großen Glaubensbekenntnis. Viele Christen tun sich heute schwer mit diesem Satz. Abgesehen von einer schwer nachvollziehbaren Sühnetheologie, die darin zum Ausdruck kommt, wirkt die Aussage als reiner Glaubenssatz oft sehr abstrakt und formelhaft mit wenig konkreten Bezug zum Leben. In meiner Tätigkeit als Krankenhausseelsorger habe ich erlebt, wie Patienten im leidenden und Gekreuzigten Jesus einen Gefährten erblickt haben, wie sie sich ihm in ihrem eigenen Leiden nahe wusste, zu ihm beteten und ihn anriefen. Jesus der Leidende wurde für sie ganz hautnah zum Gefährten im Leiden und damit auch zum Erlöser und Heiland. Das Referat will von Erfahrungen in der Krankenhausseelsorge ausgehend versuchen, geistliche Impulse für die christliche Begleitung Schwerkranker zu geben.

Das Bußsakrament - Druckmittel der Kirche
oder Hilfe zum Heilwerden


An fast keinem anderen Sakrament wird die Krise der Kirche so deutlich wie am Bußsakrament. In zahlreichen Pfarrkirchen ist der Beichtstuhl längst zu einem ungebrauchten Möbelstück geworden, das allenfalls an vergangene Zeiten erinnert, in denen noch Scharen von Gläubigen vor diesem angestanden sind. Zwar hat sich die Beichte zunehmend in geistliche Zentren (Wallfahrtskirchen, Klosterkirchen, Exerzitienhäuser) verlagert, dennoch ist auch da längst ein spürbarer Rückgang der Beichtenden zu registrieren. Der Vortrag will zunächst der Krise auf den Grund gehen. Er will keine "Verteidigungsrede" sein. Eklatante Fehler der Vergangenheit in der Bußerziehung, die besonders durch einseitiges Einjagen von Angst und Drohung mit einem erbarmungslos strafenden Gott gemacht wurden, werden nicht verschwiegen. Der Vortrag versucht den ursprünglichen Sinn von der biblisch begründeten Entstehung und der geschichtlichen Entwicklung her neu zu erschließen. Auch dabei werden Fehlentwicklungen nicht ausgeblendet. Schließlich wird auf dieser Grundlage versucht, einen neuen Zugang zu diesem Sakrament als Weg zu einem gelungenen Leben in wahrer Freiheit vor Gott und im Bewusstsein der Sehnsucht nach Versöhnung zu vermitteln. Es werden erst an dieser Stelle auch konkrete Impulse gegeben. Im Zentrum des Ganzen steht immer die erbarmende Zuwendung Jesu und sein liebevoller Umgang mit schuldig Gewordenen.

Basilika Infotafel

Franziskanerkloster Vierzehnheiligen 2
D-96231 Bad Staffelstein

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© Franziskanerkloster Vierzehnheiligen, D-96231 Bad Staffelstein - 30.07.2010    RSS News RSS News abonnieren