Wo es Frieden und Meditation gibt,
da herrscht weder Sorge noch Zweifel.

(Franz von Assisi)

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Geistliche Impulse

Wenn Rosenkränze auf Reisen gehen

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Karren voller Kerzen rollen den Berg hinunter, Drehständer, an denen Rosenkränze baumeln, klap- pern hinterher, im Schatten der Basilika stapeln sich Kisten, Kartons, Regale und Körbe, ein kunterbuntes Spektakel spielt sich immer am Dienstag nach Ostern hier ab, denn dann tauschen die Standbesitzer nach streng festgelegten Regeln ihren Platz.

Alle Jahre wieder, und das seit fast 100 Jahren, sind die Devotionalienhändler verpflichtet, an genau diesem Tag ihren Platz zu räumen und vier Nummern weiter neu aufzubauen, der Stand Nummer sieben schlägt sein Domizil jetzt in der Nummer elf auf, den längsten Weg hat der Stand mit der Nummer 16, der muss ganz runter bis zur Nummer eins. Dies ist im Grundbuch am Amtsgericht Lichtenfels so eingetragen. Dabei kann es stürmen oder schneien, egal, bis Mittag muss der Stand leer sein.

In diesem Jahr herrschte ausnehmend gutes Wetter, nur kurz fielen ein paar Regentropfen, am Nachmittag strahlte schon wieder die Sonne. Und so packten ganze Familien mit an, hier bauten die einen Regale erst ab und dann wieder auf, dort drehten sich Akkuschrauber, um die Namensschilder am neuen Standort zu befestigen, die einen trugen Stangen voller Ketten den Berg hinauf, andere schleppten Tafeln mit Weihwasserkesseln den Berg hinab. Wobei: Weihwas- serkessel kaufen junge Leute heute kaum mehr, aber Christophorusplaketten für das Auto oder den Schlüsselbund, die sind gefragt. Dass dieses Spektakel seinen Sinn nicht auf den ersten Blick erschließt, zeigt eine Anekdote: Erschreckt habe Pater Claus Scheifele, vor rund zehn neu als Guardian im Franziskanerkloster, gedacht, die Standbesitzer würden unerlaubt ihre Verkaufsflächen ausweiten, als er sah, dass am Rande der Basilika plötzlich Behälter mit Kreuzen und Kerzen herumstan- den, und er wollte schon die Gesetzeshüter um Hilfe bitten, plauderte eine Verkäuferin lachend aus dem Nähkästchen.

Dem Saisonbeginn haben sie alle schon entgegengefiebert. Josefine Möller, die schon seit 40 Jahren hier Devotionalien verkauft, ebenso wie Gabriele Zeitler, die erst seit sechs Jahren hier einen Stand gepachtet hat. „Ich gehe gerne rauf, das hat man im Blut“, sagt die fast 73-jährige Josefine Möller. Schon ihre Großmutter und ihre Mutter waren hier, bereits als Kind hat sie mitgeholfen. Welcher Platz besser sei, ob oben, in der Mitte oder unten in der Reihe, das könne sie nicht sagen. Unten sei man etwas mehr vom Wetter geschützt, ist ihre Erfahrung. „Die ersten Händler haben in ihrem Stand sogar übernachtet und gekocht. Die sind nur einmal in der Woche nach Hause gegangen“, berichtete ihre Nachbarin Christina Zapf, die seit 25 Jahren hier aktiv ist, von den Anfängen.

Von Ostern bis Ende Oktober dau die Saison, länger hat kaum einer geöffnet. Einmal gab es Bestrebungen, die große Platz-Tauschaktion in den Oktober, zum Saisonende hin zu verlegen. Doch die dazu notwendige Einstimmigkeit aller Beteiligten war nicht zu erzielen. Und so ist weiterhin der Dienstag nach Ostern der Tag der großen Räum- und Putzaktion. Die Händler schätzen ihre Flexibilität und Unabhängigkeit. Theresia Zapf beispielsweise öffnet ihren Stand nur am Wochenende, sie schwärmt von den netten Leuten, die Vierzehnheiligen besuchen.

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Von Japan bis Amerika

„Von Japan bis Amerika, die Gäste kommen aus der ganzen Welt, wir verständigen uns manchmal mit Händen und Füßen“, sagt sie. Vierzehnheiligen ist international.

Jetzt starten die Standbesitzer alle durch, dekorieren ihre Auslagen neu, und freuen sich auf die ersten Wallfahrer, denn bereits am Sonntag eröffnet Weihbischof Reinhard Pappenber-ger aus Regensburg in der Basilika das Wallfahrtsjahr 2011.

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Artikel aus dem OT von Birgid Röder

 
 
 

Franziskanerkloster
Vierzehnheiligen 2
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Wir wollen auch auf die Homepage der Deutschen Franziskaner hinweisen.

www.franziskaner.de