Direkt in der Mitte über dem Spielschrank befinden sich die Windladen und Pfeifen des Hauptwerks, eingeschlossen von den beiden Pedaltürmen. Hinter dem Hauptwerk steht der große Schwellkasten des Rècit expressiv, das Besondere daran ist, dass Schwellen und Schwellkästen nicht wie üblicherweise aus Massivholz gebaut, sondern mit Quarzsand gefüllt sind, um eine höhere Toneindämmung zu erreichen. Es handelt sich um ein typisch französisches Schwellwerk, reich besetzt mit Lingualregistern. Auf den Schwellkasten wurde als Krönung das gesamte Bombardwerk gebaut: Die horizontalen Chamaden 16', 8' und 4' sind direkt auf den Hochaltar gegenüber ausgerichtet, samt den handgegossenen Messingglocken des Glockenspiels. Hinter den Pedaltürmen befinden sich die Schwellkästen des geteilten Positivs, die Kleinste Pfeife, das hahe c des Sifflets 1' ist gerade einmal fünf Millimeter lang.
Links und rechts des Schwellwerks befinden sich die großen, teils aufgerollten Pfeifen des Untersatzes 32' und der Kontrabombarde 32' (die tiefsten Pfeifen sind ca. zehn Meter lang und erreichen mit etwa 16 Hertz die untere Hörgrenze). Neben dem Schwellwerk befindet sich auch der geteilte Schwellkasten des ebenfalls schwellbaren Positivs. Der Prospekt der Orgel ist zwar der alte, das Gehäuse samt der kompletten Technik wurde jedoch völlig neu installiert. Das frühere Gebläse saugte feuchte und kalte Luft aus dem Nordturm an, dies trug dazu bei, dass das Material der alten Orgel kaum noch verwendbar war. Um dies bei der neuen Orgel zu vermeiden, wurde die Orgelwindanlage unter dem Rècit installiert. Der Spieltisch hat insgesamt 89 Registerzüge (68 für die Register, 3 für Tremulante und für das Glockenspiel, und 18 Züge für die elektrischen Koppeln.) Außerdem kann man mit magnetischen Kopplungen einen zweiten Spieltisch anschließen.
(Auszug aus Wikipedia)












