Ein Wanderer kommt in ein Trappistenkloster. Er ist überrascht über die spärliche Einrichtung. "Wo haben Sie denn Ihre Möbel?", fragt er die Mönche. "Wo haben Sie denn Ihre?", fragen die zurück. "Aber ich bin doch auf der Durchreise", antwortet der Mann. "Wir auch!", sagen die Mönche. Wir sind auf der Durchreise, dem Himmel entgegen, Menschen unterwegs. Unser Leben ist Unterwegssein. Es lädt uns immer wieder ein, dass wir aufbrechen, Schritte tun, loslassen, neu anfangen.
"Unruhig ist unser Herz, bis es zur Ruhe kommt in Gott." schreibt der hl. Augustinus. Wir sind Pilger und Fremdlinge auf der Durchreise, unterwegs zum Ziel unserer Pilgerschaft, zu Gott, zum Himmel. Heute sind wir zur Wallfahrt aufgebrochen - dem Himmel entgegen, dem Himmel von Vierzehnheiligen, zu sehen auf der Vorderseite des Bildes.
Der Himmel ist das Ziel unseres Lebensweges; doch auch schon hier und heute schenkt Gott uns ein Stück vom Himmel - an Orten, wo Himmel und Erde sich berühren - wie in Vierzehnheiligen. Mittler zwischen Himmel und Erde sind uns die Vierzehn Nothelfer, "die verlängerten Arme dessen, der das Heil der Welt ist".
Ob Sie nach Vierzehnheiligen pilgern - oder ob Sie sich wieder auf den Heimweg machen: Sie gehen dem Himmel entgegen, denn Gott will uns am Ort der Gnade begegnen. Den Ort der Gnade finden Sie aber nicht nur am Ziel der Wallfahrt, Ort der Gnade ist auch dort, wo wir leben. Ort der Gnade: das ist der Himmel.
hat unsere Augen
und unser Herz
zum Himmel gerichtet.
Es gibt
nach den Trübsalen
dieses Lebens
noch etwas anderes
als Dunkel und Nichts.
Wir müssen aus dem,
was droben ist,
schon jetzt
Freude und Trost
schöpfen.
Es lohnt sich,
dafür zu leiden
und darum zu ringen.
Es ist besser
als der Besitz
aller Reichtümer
der Welt.
Johannes XXIII.
Bild: Dr. Herwig Hertel
Text: P. Heribert Arens ofm














