Der Tod ist das Tor zum Licht am Ende eines mühsam gewordenen Weges.

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Starorganist spielt Geburtstagskonzert

 

Hochkarätiges Orgelkonzert mit Olivier Latry aus Notre Dame in Paris am 6. September 2009 / Zehn Jahre Rieger-Orgel

Am Sonntag, 06. September 2009, gilt es für alle Fans der klassischen Kirchenmusik ein absolutes Highlight zu besuchen: Prof. Olivier Latry, Titularorganist aus Notre Dame in Paris, wird um 17.00 Uhr in der Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen ein hochkarätiges Orgelkonzert mit dem Thema „Zehn Jahre Rieger-Orgel Vierzehnheiligen“ spielen.

Im Jahre 1999 übergab Olivier Latry nach Einladung von Basilikaorganist Georg Hagel mit dem ersten Konzert auf dem neuen symphonischen Instrument die neue Basilikaorgel ihrer Bestimmung: die Herzen der Menschen mit ihren Klängen in Liturgie und Konzert zu Gott zu erheben.

Olivier Latry wurde 1962 geboren und startete nach seinem Orgelstudium eine nahezu beispiellose Musikerkarriere: als bravouröser Gewinner mehrerer internationaler Orgelwettbewerbe hervorgegangen und mit Lobeshymnen bedacht, wurde er bereits mit 18 Jahren Organist an der beeindruckenden Kathedrale von Meaux vor den Toren von Paris.

Im Alter von 23 Jahren erhielt er nach einem aufwändigen Auswahlverfahren die wohl begehrteste Organistenstelle der Welt: das Amt des Titularorganisten von Notre Dame in Paris.Drei Jahre später wurde er an das hochangesehene „Conservatoire Superieur de Musique“ als Professor für Orgelspiel und Improvisation berufen, wo er seitdem in der „Cité de la Musique“ im Nordosten von Paris bei Villette, einem riesigen Kulturtempel mit Theatern, Konzertsälen, Unterrichts- und Forschungsräumen, in einem wegen der Akustik kirchenähnlich entworfenem Orgelsaal den jungen begabten internationalen Organistennachwuchs ausbildet und in die Kunst der Improvisation einführt.

 
Oliver
 

Olivier Latry gilt in Musikerkreisen als einer der besten Organisten der ganzen Welt, ist auf allen fünf Kontinenten jedes Jahr in Konzerten zu hören, bespielte unzählige CDs mit seiner mitreißenden Orgelkunst und erhielt einen der begehrten Exklusiv-Plattenverträge des Labels „Deutsche Grammophon“. Die Gesamteinspielung der Orgelwerke Olivier Messiaens, dem wohl bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, in Notre Dame, am Vorabend des 100. Geburtstages des Meisters, löste nahezu seismische Störungen im klassischen Tonträgersektor aus: unzählige Klassikliebhaber und Orgelfans wollten sich ein Exemplar der fünf CDs umfassenden Box mit nahezu acht Stunden Musik sichern.

Bei allem Ruhm hat Latry jedoch nie seine Bodenhaftung verloren, ist ein bescheidener, fast schüchtern wirkender Franzose geblieben, dem man seinen musikalischen Feueratem am ehesten an seinen flinken dunklen Augen ansieht, sollte er gerade einmal nicht an einer Orgel sitzen.

Und wie viele ungewöhnliche Menschen hat auch er ein ungewöhnliches Hobby: er besitzt drei historische Enten 2 CV aus Wellblech des Automobilherstellers Citroen, gebaut in den fünfziger Jahren, die er liebevoll restauriert hat und auch gelegentliche nachmittägliche Ausfahrten damit unternimmt.

Olivier Latry spielt in diesem Jubiläumskonzert ausschließlich französische Orgelmusik inklusive der einzigen bisher veröffentlichten Komposition von ihm selbst: einer großangelegten Fantasie über das gregorianische „Salve Regina“. Den Beginn macht die Hymne „Ave maris stella“ des Barockkomponisten Nicolas de Grigny (1672 - 1703), bestehend aus vier Einzelstücken, welche die klassischen Registrierungen der französischen Barockorgel kennzeichnen: Plain Chant als Mixturenplenum, Fugue, Duo (mit Kornett) sowie das mächtige Zungenplenum Grands jeux.

Von Louis Vierne (1870 - 1937), dem berühmten blinden Organisten aus Notre Dame, spielt Latry aus der 1. Orgelsymphonie die beiden bekannten Sätze „Allegro vivace“ sowie das berühmte „Final“, eines der besten Beispiele einer französischen Toccata. Eher selten zu hören ist die 2. Fantasie des verstorbenen Jehan Alain; sie schlägt mit ihrer außergewöhnlich leuchtenden Harmonik die Brücke von der Romantik des 19. Jahrhunderts zu Latrys Eigenkomposition „Salve Regina“.

Entstanden aus einer Improvisation am Ende eines Konzertes in Amerika hat Latry auf Drängen seiner Freunde diese aus dem Gedächtnis zu Papier gebracht und ist ein virtuos-dramatisches Zeugnis von Latrys Umgang mit Harmonik, unglaublicher Technik und tief empfundener Gläubigkeit. In Einzelabschnitte gegliedert, singt eine Männerstimme (Wolfgang Reh aus Zapfendorf) die einzelnen Choralzeilen vor und Latry deutet diese dann musikalisch und theologisch aus.

Dieses über 20 Minuten dauernde Stück ist der Höhepunkt der Feierlichkeiten zum zehnjährigen Orgeljubiläum in Vierzehnheiligen und endet, wie es auch begonnen hat, mystisch und zugleich feierlich schwebend im hauchenden Pianissimo der großartigen Basilikaorgel.

http://www.gerds-musicpage.de

 
 
 

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Wir wollen auch auf die Homepage der Deutschen Franziskaner hinweisen.

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