Die Zeit „zwischen den Jahren“ ist auch in Vierzehnheiligen eine Zeit der Rückschau und der Bilanz. So lassen sich Entwicklungen ausmachen und entsprechende Akzente in Seelsorge und Liturgie setzen.
Nicht berücksichtigt sind in dieser Statistik alle „normalen“ eucharistischen Gottesdienste, die persönlichen Beichten (ca. 5000), einzelne Tätigkeiten im Bereich der Verwaltung (Telefonate, Mails, Faxe) sowie die zahlreichen Gespräche und Begegnungen an der Klosterpforte (Br. Paul).
Voraussetzung dafür, dass das alles geleistet werden konnte, ist nicht nur der spürbare Zusammenhalt unter den Franziskanern im Konvent, sondern auch ein reibungsloses Zusammenwirken mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Kloster und Basilika. Hier bringt eine kluge Personalpolitik aus den vergangenen Jahren ihre Frucht. Die Zusammenarbeit mit den anderen Einrichtungen am Ort (Gaststätten, Diözesanhaus, Mutterhaus der St. Franziskusschwestern), mit den Nachbargemeinden Wolfsdorf und Grundfeld (MinistrantInnen!), mit Behörden und Geschäftsleuten berichtet davon, wie Basilika und Wallfahrt in das Land am Obermain hinein vernetzt sind.
Im einzelnen ergibt sich folgendes Bild:
- 181 Wallfahrtsgruppen besuchten den Gnadenort und feierten eucharistische Gottesdienste, Andachten, Bußgottesdienste, Lichterprozessionen u. ä. m.
- 580 Gruppen wurde in 388 Führungen (eine Gruppe kam aus Australien) die wunderschöne Basilika in Geschichte, Kunstgeschichte und Spiritualität nahe gebracht. So kamen insgesamt 23.907 Menschen auf dem Weg über die Kunst mit dem christlichen Glauben in Berührung.
- Im April kam der neue Kirchenführer für Kinder heraus „Komm, ich zeig dir etwas Wunderbares“. Möglicherweise wurde im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung in 19 kind- und jugendgemäßen Führungen 707 jungen Menschen die Schönheit der Basilika in Geschichte und Gegenwart erschlossen.
- In 16 eigenständigen Führungen in zumeist fremden Sprachen (Flämisch, Italienisch, Französisch, Spanisch) – die englischsprachigen hielten wir meist selbst – wurden 698 Personen in die Geschichte und die aktuelle Bedeutung der Basilika eingeführt.
- Basilikaorganist Georg Hagel bot 18 eigene Orgelführungen an, in denen er 520 Menschen die Technik und Geheimnisse der Riegerorgel theoretisch und praktisch erläuterte.
- In 49 Konzerten (v. a. das „Orgelkonzert zum Freitagsläuten“) konnten viele Freunde der Orgelmusik die Akustik der Basilika auf hohem Niveau erleben. Durchschnittlich wurden die Orgelkonzerte von jeweils ca. 300 Personen besucht.
- Der „Musiksommer Obermain“ bot im Rahmen seines Programmes in der Basilika 4 gut besuchte Konzerte an. Weitere 5 Konzerte wurden von anderen Veranstaltern ausgerichtet.
- Verschiedene Bischöfe hielten in diesem Jahr 4 Pontifikalgottesdienste zu verschiedenen Anlässen.
- 10 Ehepaare wurden 2008 von einem der Patres von Vierzehnheiligen und weitere 4 von einem fremden Priester in der Basilika getraut.
- 18 eigene Goldene Hochzeiten und 1 Diamantene Hochzeit wurden in der Basilika gefeiert. Weitere 19 Jubelpaare feierten ihre v. a. goldenen Ehejubiläen im Rahmen von Werktags- oder Sonntagsgottesdiensten.
- Im Laufe des Jahres gaben P. Benedikt, P. Johannes und P. Ernst 9 Exerzitienkurse, P. Bernhard begleitete drei Pilgergruppen im Auftrag des Bay. Pilgerbüros. P. Johannes und P. Benedikt hielten 6 Einkehrtage und zwei geistliche Begleitungen.
- P. Christoph konnte in 213 psychotherapeutischen Beratungsgesprächen vielen Ratsuchenden und Notleidenden weiterhelfen. Im Rahmen von 24 Vorträgen zu Sinn- und Lebensfragen konnte P. Christoph 3.300 Menschen Informationen und Hilfen vermitteln.
- Auch P. Benedikt, P. Ernst, P. Johannes und P. Bernhard konnten insgesamt 6 verschiedene Vorträge anbieten.
- P. Johannes kümmerte sich als Spiritual das ganze Jahr über um die St. Franziskusschwestern von Vierzehnheiligen.
- Der spürbare Mangel an Priestern hatte zur Folge, dass das Kloster 136 mal Seelsorgsaushilfen (Gottesdienst, Beichte, Predigt) in der Umgebung geleistet hat.
- P. Heinrich veröffentlichte im Oktober ein Buch über die Nothelferverehrung mit dem Titel „Die Vierzehn Nothelfer – Unsere Freunde. Ihre Verehrung von den Anfängen bis zum Dreißigjährigen Krieg“.

Neben dem normalen liturgischen Angebot für Wallfahrer und regelmäßige Gottesdienstbesucher an Sonn- und Werktagen hat sich ein differenziertes gottesdienstliches Programm am Wallfahrtsort Vierzehnheiligen mit einer Mischung aus bewährten alten und neuen Formen entwickelt. Es spiegelt sich darin das Bemühen, auf Menschen in ganz speziellen Situationen und Lebensumständen einzugehen und ihre Erwartungen aufzugreifen.
Dabei ergibt sich folgendes Bild:
Segensfeiern:- für Familien mit Kindern
- Blasiussegen (3. Februar)
- zum Valentinstag
- für Menschen und Tiere (3.Oktober)
- Speisensegnung an Ostern
- Kräutersegnung an Mariä Himmelfahrt
- Ökum. Salbungsgottesdienst „Durchkreuzte Lebenspläne“
- Autosegnung zum Fest des hl. Christophorus und auf Wunsch
Die Basilika bei Nacht:
- Liturgische Nacht vor Allerheiligen
- Ökumenisch-spirituelle Kirchenerkundung
- Nacht der Versöhnung (Passionszeit)
Besondere Gottesdienste:
- Rorate-Gottesdienste mit Lichtfeier in der Adventszeit
- Meditationsgottesdienste (mit Orgel) in der Adventszeit
- Bußgottesdienste im Advent und in der Fastenzeit
- Fränkisches Passionssingen
- Ökumenischer Gottesdienst zum Obermain-Marathon
- Maiandacht mit fränkischen Marienliedern
- Fränkisches Mariensingen am 15. August
- Pfingstnovene
- Ewige Anbetung mit neuen Texten
- 5 Fastenpredigten mit Passionsandachten
- Flurprozession in den Bitttagen
- Transitus (Feier des sel. Sterbens von Franz von Assisi)
- „Oase des Trostes“ (Ökum. Wortgottesdienst mit Trauernden)
- Hubertusmesse mit Förstern und Jägern
- Gottesdienst zum Treffen der WallfahrtsführerInnen
- Ökumenischer Gottesdienst der Notfallseelsorge
- Taizé-Gottesdienst mit dem Licht von Bethlehem
- Tägliche Aussetzung des Allerheiligsten in der Anbetungskapelle
Der Kirchenschmuck in der Basilika hat sich zu einer eigenen Größe entwickelt. Die Mesner holen immer wieder alte und neue Ideen aus dem reichen Schatz ihrer Erfahrungen hervor und begleiten so das Kirchenjahr auf überaus ansprechende Weise:
- Adventsgestecke (Kranz, Wurzelstock)
- Weihnachten (Christbäume u.ä.)
- Fränkische Krippe
- Stern von Bethlehem im Gnadenaltar
- „Mauer der Klage“ mit Passionskreuz in der Fastenzeit
- besondere Osterkerze
- Marienstatue im Gnadenaltar im Mai und im Oktober
- Schmuck zu Fronleichnam
- Nothelferstatue am Gnadenaltar zum jeweiligen Fest
- Erntedank












