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Feuriger Franziskus - Lichtinszenierung

Lichtinszenierung am 03.10.11 begeisterte 1.300 BesucherInnen in Vierzehnheiligen

Dieser Bericht erschien online hier am 05.10.11: http://www.obermain.de/nachrichten/9158/details_26.htm

Foto 2 (Obermain Tagblatt), Foto 1, 3, 4 + 5 (P. Christoph Kreitmeir)

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Franziskus war ein feuriger Heiliger, dessen Herz für Gott brannte, für die Menschen und für die Schöpfung. Im Rahmen des Gedenkens anlässlich seines Todestages wurde diese Thematik in Vierzehnheiligen am Montagabend auf atemberaubend schöne Weise pyrotechnisch umgesetzt. Raketen ließen die Fassade der ehrwürdigen Basilika erstrahlen und erhellten in Symbiose mit Orgelklängen und Franziskuszitaten den Abendhimmel und die Herzen zahlreicher Gläubiger.

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Mittelpunkt der Veranstaltung war ein etwa drei Meter Durchmesser großer Gitterturm, den zwölf Strafgefangene der Justizvollzugsanstalt Ebrach zusammen mit dem dortigen Gefängnisseelsorger Hans Lyer und Künstler Clemens Muth in den vergangenen Monaten gestaltet hatten. Mittels gefärbtem Bindedraht, der um die Gitterstäbe gewickelt wurde, stellen die sechs Seiten des Gitterturms sechs verschiedene Situationen von Menschen dar, zum Beispiel kniend betend, in die Ecke gedrängt oder laufend.

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In Zusammenarbeit mit der katholischen Erwachsenenbildung des Dekanats Lichtenfels wurde die Idee einer Lichtinszenierung des Gitterturms vor der Basilika geboren, die am Montagabend nun zur Umsetzung kam. Nach einer vorausgegangenen Vesper in der Basilika, in welcher dem an diesem 3. Oktober vor knapp 800 Jahren verstorbenen heiligen Franz von Assisi gedacht wurde, versammelten sich an die 1.300 Gläubigen vor der Wallfahrtskirche, um diese Lichtinszenierung zu erleben, die thematisch mit dem Leben des vom Glaubensfeuer entfachten Heiligen verknüpft wurde. Herrliche Lichtfontänen und pyrotechnisch konstruierte Effekte rund um den Gitterturm tauchten die Basilika in strahlendes Licht. Das allein war schon schön anzusehen und begeisterte die Zuschauer - die aber auch zugleich als Christen eingeladen und gekommen waren. So wurde in der Inszenierung geschickt zwischen lautstarkem Feuerwerk, den Lichtfontänen und Wortbeiträgen Geistlicher gewechselt.

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Für die Schöpfung

Während die Raketen gen Himmel gefeuert wurden, verlas Pater Heribert Arens - über die Außenlautsprecher sehr gut verständlich - die Sequenzen aus dem „Lob Gottes“ des Heiligen Franziskus („Du bist die Liebe“, „Du bist die Hoffnung“). Auch heute noch könne der heilige Franziskus mit seinem Feuer anstecken, so Pater Heribert, denn Franz von Assisi „erhellte die Welt, war Feuer und Flamme für die Menschen, für die Schöpfung“.
Akustisch eindrucksvoll untermalt wurde die kunstvolle Feuerwerkinszenierung von Glockengeläut - und dem je nach Passage gefühlvoll bis feurig spielenden Organisten Georg Hagel.

Nach einer guten halben Stunde mit vielen tollen Feuerwerk-Höhepunkten und gefühlvollen Wortbeiträgen wurde es dann wieder dunkel. Vorbei? Mitnichten, aber eben Dunkelheit, wie wir sie oft auch in unserer Seele gelegentlich erleben und erleiden müssen. Das Herz des heiligen Franziskus aber - so der Hintergrund dieser stillen und dunklen Pause - war auch in seiner Todesstunde noch entflammt vom Glauben an einen segensreichen Gott. Diese Botschaft, auch in den „dunklen“ Tagen unseres Lebens nicht zu verzagen, setzten die an der Veranstaltung Mitwirkenden, die viel Zeit in die Vorbereitung steckten, sehr effektvoll um: „Herr, du kennst meinen Weg, du bist meine Zuflucht“, sprach Pater Heribert die letzten Worte des Franz von Assisi aus dem 141. Psalm - und wie als tröstliche und Mut machende Antwort darauf wurde den begeisterten Besuchern ein grandioses Schlussfeuerwerk beschert, das die Versammelten mit frenetischen Applaus quittierten. Der Guardian dankte allen mitwirkenden Künstlern, Pyrotechnikern, aber nicht zuletzt auch Organist Georg Hagel und dem versierten Tontechniker Roland Eichhorn, der die Orgelmusik so hervorragend akustisch nach draußen transportierte.

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Fantastisches Feuerwerk und Franziskus-Gedenken im Herzen tragend, schritten die Gläubigen erwärmt wieder bergab Richtung Parkplatz. Und alle waren sich einig. Vierzehnheiligen fasziniert nicht nur wegen der freilich wunderschönen Basilika, sondern weil dort oben der Glaube brennt und der Funke überspringt. -mde-


 

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© Franziskanerkloster Vierzehnheiligen, D-96231 Bad Staffelstein - 17.05.2012    RSS News RSS News abonnieren