Heilige Messen in Vierzehnheiligen

Geschenk und Zumutung
Ab 10. Mai wieder öffentliche Messen in Vierzehnheiligen

Wenn es ab dem 10. Mai wieder möglich sein wird, öffentliche Gottesdienste in unserer Basilika zu feiern, dann ist das beides: Geschenk und Zumutung.
Wahrhaftig ein Geschenk ist es, wenn wir uns nach der langen Zeit der leeren Kirchen und der Messfeiern ohne Gläubige endlich wieder um den Altar versammeln dürfen. Wir freuen uns darüber. Vielleicht haben wir gerade in dieser Zeit so stark wie selten zuvor empfunden, wie kostbar und tragend die Feier der hl. Messe und der Empfang der Kommunion für uns ist. Zugleich müssen wir hinnehmen, dass wir dieses Geschenk der Eucharistie zumindest in den nächsten Wochen nicht einfachhin wieder wie vor der Corona-Krise begehen können; es wird mit Einschränkungen und Zumutungen verbunden sein, die wir im Folgenden darlegen:

1. Wer zur Feier der hl. Messe in unsere Kirche kommt, sollte sich vorher darüber im Klaren sein, dass er die letzte Verantwortung für die eigene Gesundheit selbst zu tragen hat. Menschen, die altersbedingt oder durch eine Krankheit eingeschränkt zur Risikogruppe gehören oder Erkältungssymptome zeigen, sollten nach wie vor Menschenansammlungen meiden und einen Gottesdienst im Fernsehen oder über das Internet mitfeiern.
Außerdem bleibt es gerade jetzt eine Form der christlichen Nächstenliebe, in einem Gottesdienst genug Abstand voneinander zu halten.

2. Damit alle vorbereitenden Maßnahmen zur Feier der hl. Messe vorgenommen werden können, sollten die Besucher an Sonntagen ca. 15 Minuten vor Beginn des Gottesdienstes in die Kirche kommen.
Wer die Kirche betritt, muss einen Mund-Nasenschutz tragen.
– Nur wer sich vorher telefonisch an der Klosterpforte (09571-9508-0) für einen bestimmten Sonntagsgottesdienst anmeldet und eine Zusage erhält, darf die Kirche betreten und auf einer markierten Stelle Platz nehmen.
Das sind bei Einhaltung der Abstandsregel in der Basilika nicht mehr als fünfzig Plätze.
Familien und Angehörige eines Hausstandes werden bei der Platzierung nicht getrennt. Wer in der Basilika am Gottesdienst teilnehmen kann, sollte nicht direkt am Vorplatz der Kirche parken. Die dortigen Parkplätze sollten denen vorbehalten sein, die von dort aus ( z. B. im Auto) die hl. Messe über die Außenlautsprecher verfolgen.
Am Ende der hl. Messe wird die Kommunion auch draußen an die Personen ausgeteilt, die deutlich sichtbar darum bitten.
Der Zugang zur Basilika wird im Einbahnstraßensystem nur über das Nordportal (Basilika-Vorplatz) und der Ausgang nur über das gegenüberliegende Südportal möglich sein. Gotteslobe werden aus der Kirche entfernt. Wer aus einem Gesangbuch beten oder singen will, muss ein eigenes Buch in die Kirche mitbringen.

3. Folgendes gilt für den Empfang der Kommunion: Auf den Friedensgruß sowie auf den sogenannten ‚Spende-dialog‘ („Der Leib Christi – Amen“) wird verzichtet. Die Gläubigen treten mit ausreichendem Abstand nach vorne; die Austeiler reichen die Kommunion mit nochmals desinfizierten Händen oder mit Handschuhen. Mund- und Kelchkommunion finden weiterhin nicht statt.

4. Da jetzt bei uns die Sommerordnung gilt, finden die hl. Messen werktags um 07.00 und um 08.00 Uhr statt, an den Sonntagen um 07.00, um 08.00, um 09.00 und um 10.30 Uhr. Die ersten öffentlichen Gottesdienste finden in Vierzehnheiligen am 10. Mai statt.
Dabei kann es ein Akt der Nächstenliebe sein, an einem Sonntag bewusst einmal auf den Messbesuch in der Kirche zu verzichten, damit jemand anderes einen Platz bekommt, oder auch auf einen Werktagsgottesdienst auszuweichen.
Die Andachten sonntags um 14.00 Uhr müssen bis auf weiteres entfallen.
Ebenso die Prozessionen.
Beichtmöglichkeit besteht wie bisher nur samstags zwischen 14.00 und 16.00 Uhr und nach Vereinbarung in der Beichtkapelle des Klosters.

Liebe Besucher und Besucherinnen von Vierzehnheiligen,
Geschenk und Zumutung: All das Gesagte macht deutlich, dass wir das kostbare Geschenk der Eucharistie in diesen Zeiten wirklich nur um den Preis der Zumutungen empfangen können. Wir bitten Sie dafür von Herzen um Geduld und Ihr Verständnis. Zugleich wird dadurch deutlich, dass ich den Leib des Herrn nur wirklich würdig empfangen kann, wenn ich dabei an die Anbetung Gottes aber eben auch an die Gesundheit und das Wohl des Nächsten denke. Diesem Wohl des Nächsten und dem eigenen Schutz dient unser Bemühen, wenn wir alle, die es möchten, unter den oben genannten Schutzmaßnahmen von Herzen zur Heiligen Eucharistie in Vierzehnheiligen einladen.

Vierzehnheiligen, 04.05.2020 P. Dietmar Brüggemann ofm, Guardian