Die Krippe in Vierzehnheiligen

Wenn die Krippe in der Basilika Vierzehnheiligen aufgebaut wird, heißt es, dass der Advent begonnen hatte. Mit insgesamt sieben Darstellungen sollen die Besucher in den nächsten Wochen auf das Weihnachtsgeschehen und noch darüber hinaus geführt werden. Auch wenn die Geburt Jesu Christi als zentrales Geschehen bei der Krippe Platz einnimmt, ergänzen die weiteren Darstellungen das Gesamtbild der Menschwerdung Gottes.

Mit kindlichen Augen gesehen erfreut man sich an der so mühsam aufgebauten Kulisse und der liebevoll gestalteten Szenen. Details zu suchen und zu entdecken bereitet nicht nur Kindern große Freude.
Darüber hinaus lädt die Krippen ein, die ganze Geschichte rund um Weihnachten und Menschwerdung Gottes kennenzulernen und vielleicht sogar darüber zu meditieren.

Herzliche Einladung für Dich, deine Familie und Freunde

 

Krippenszenen 2018 / 2019

01. Dezember „Maria Verkündigung“
15. Dezember „Maria Heimsuchung“
22. Dezember „Herbergsuche“
24. Dezember „Geburt des Herrn“
06. Januar „Erscheinung des Herrn“
19. Januar „Flucht nach Ägypten“
26. Januar „Hochzeit zu Kana“

 

Aktuell:

„Flucht nach Ägypten“

Matthäusevangelium 2,13-15

Als die Sterndeuter wieder gegangen waren, erschien dem Josef im Traum ein Engel des Herrn und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage; denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten. Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten. Dort blieb er bis zum Tod des Herodes. Denn es sollte sich erfüllen, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.


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„Erscheinung des Herrn“

Matthäusevangelium 2,1-12

Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden solle. Sie antworteten ihm: In Betlehem in Judäa; denn so steht es bei dem Propheten: Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige. Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.

 


„Geburt des Herrn“

Lukasevangelium 1,18-25

Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, daß sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. 19 Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloß, sich in aller Stille von ihr zu trennen. 20 Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. 21 Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. 22 Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat:23 Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns. 24 Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. 25 Er erkannte sie aber nicht, bis sie ihren Sohn gebar. Und er gab ihm den Namen Jesus.


„Herbergsuche“

Lukasevangelium 2,1ff – Herbergsuche:

In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. Dies geschah zum erstenmal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.


„Maria Heimsuchung“

Lukasevangelium 1,39-56 – Der Besuch Marias bei Elisabet:

Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet. Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, daß sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ. Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und läßt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr.


„Maria Verkündigung“

Lukasevangelium 1,26-38 – Die Verheißung der Geburt Jesu:

Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.
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Konzert mit Weltstar in der Basilika Vierzehnheiligen am 26. April 2019

Ein Weltstar der internationalen Klassikszene wird den Musiksommer Obermain sowie das Festival „Lied & Lyrik“ 2019 eröffnen. Freuen Sie sich auf die Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter, die – zusammen mit dem Organisten Bengt Forsberg, dem Gitarristen Fabian Fredriksson und Mitgliedern der Bamberger Symphoniker – Lieder von Leonard Bernstein, Gustav Mahler, Richard Strauss und anderen darbieten wird.

Das Eröffnungskonzert „A Simple Song“ findet am Freitag, 26.04.2019, um 19:00 Uhr, in der Basilika Vierzehnheiligen, statt. Im Anschluss an das Konzert haben Sie die Möglichkeit, die Künstler persönlich zu treffen sowie des Erwerbs einer extra signierten CD. Ein Teil der Einnahmen aus dem Karten- sowie CD-Verkauf kommt der Bürgerstiftung für Jugend und Familie im Landkreis Lichtenfels zugute.

Anne Sofie von Otter: Mats Bäcker

Bengt Forsberg: Bengt Forsberg

Fabian Fredriksson: Fabian Fredriksson

 

Kartenbuchungen sind ab Februar 2019 unter anderem bei der ProTicket GmbH & Co. KG möglich.
• Online: www.proticket.de/MSO
• Telefon: 0231 917 22 90 (Mo.- Fr. 08:30 – 20:00 Uhr, Sa.: 09:00 – 17:30 Uhr)
• ProTicket-Vorverkaufsstellen: www.vorverkaufsstellen.info

Haben Sie bereits heute Interesse an Karten? Gerne nimmt der Musiksommer Obermain Ihre Reservierung telefonisch (09571 18-418) oder per Mail (mso@landkreis-lichtenfels.de) entgegen. Karten können zu je 25,00 € (Kat. 1, Sitzplätze) und 18,00 € (Kat. 2, Stehplätze) erworben werden.

Eine Kooperation des Musiksommers Obermain des Landkreises Lichtenfels (gefördert durch den Bezirk Oberfranken) und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, gefördert von der Friedrich-Baur-Stiftung.

Barrierefrei zur Basilika

In den vergangenen Jahren waren die Wege über den Basilikaplatz Vierzehnheilgen mühsam und holprig für Rollstuhlfahrer. Noch schwieriger war es für die Nutzer von Rollatoren. Das holprige Pflaster ließ sie kaum von der Stelle kommen. Das ist jetzt anders – auch dank des Staatlichen Bauamts Bamberg und der Regierung von Oberfranken: ein barrierefreier Weg führt schon seit mehreren Jahren von der Straße zur Basilika. Neuerdings wurde auch die Verlängerung dieses Weges von der Basilika zur Toilette behindertengerecht gestaltet.

„Dadurch ist uns auf dem Basilikaplatz ein weiterer Schritt zur Inklusion gelungen. Inklusion will ja Menschen mit Behinderungen den selbstverständlichen Zugang zu allen Lebensbereichen erschließen“, freute sich Pater Heribert Arens. Bei einem Gespräch mit unserer Zeitung betonte der Rektor der Basilika: „So ist der Weg in die Basilika und auch an den ‚stillen Ort‘ nun allen zugänglich, auf Füßen, auf Rädern und mit Hilfe von Rollatorrädern“.

Barrierefreiheit sei ein wichtiges Thema – über behindertengerechte Wege hinaus. „In der Basilika ist der Weg schon seit langem akustisch barrierefrei, denn schon seit Jahren befindet sich unter den beiden vorderen Bankblocks bis zum Quergang im Boden eine Übertragungsschleife für Gehörgeschädigte“, so der Pater. Und jetzt sei auch die große Freitreppe am Hauptportal freundlicher gestaltet worden. Zwei Geländer, die im Dezember angebracht wurden, erleichterten nun auch älteren Menschen mit Gehbeschwerden diesen Weg in die Basilika.

P. Heribert – Rektor der Basilika

„Barrierefreiheit – das ist auch ein wichtiges Stichwort in unserer Gesellschaft, in der Kirche und zwischen den Kirchen“, unterstrich Pater Heribert. Überall gebe es Barrieren, die überwunden werden wollen. Der Nothelfer Christophorus nahm dem Fluss den Barrierecharakter – er half den Menschen und dem Jesuskind über den Fluss. „Ich hoffe, dass viele mitwirken an einem barrierefreien Miteinander zwischen den Menschen, denn die meisten Barrieren zwischen den Menschen sind menschengemacht“, ist der Geistliche überzeugt und: „Couragiertes Handeln hilft,
Barrieren zu überwinden“.

Wenn man manchmal so gar nicht glücklich sei über Barrieren, die trotz allem zwischen uns Menschen stünden, helfe der Humor, diese Lebenskunst zwischen „Lachen und Weinen“. Auf barrierefreien Wegen könne der Mensch laufen, so der Pater. Dazu lade auch das Motto unseres Wallfahrtsjahrs 2019 ein, formuliert mit Worten des heiligen Augustinus: „Lauft nur, ich werde euch tragen, euch hinführen bis ans Ziel“.

Im Zuge von ‚Bayern Barrierefrei 2023‘ soll die Barrierefreiheit im Bereich der öffentlich zugänglichen staatlichen Gebäude vorangebracht werden. „Aus diesem Topf konnte erfreulicherweise der Weg sowie das neue Geländer am Hauptportal finanziert werden“, teilte Monika Dierauf vom Staatlichen Bauamt Bamberg auf Anfrage unserer Zeitung mit. Der bereits bestehende Weg sei ergänzt worden. Vom Parkplatz und vom Kloster war bereits ein barrierefreier Weg zur nördlichen Nebeneingangstür der Basilika vorhanden.

Nun wurde der Weg entlang der Basilika zu den öffentlichen Toilettenanlagen fortgeführt. Das vorhandene Pflaster sei ausgebaut und durch rund 100 Quadratmeter neues gesägtes Natursteinpflaster ersetzt worden. Die Arbeiten führte die Firma Knoch aus Coburg aus. Des Weiteren seien am Hauptportal der Treppe der Basilika beidseitig ein Geländer angebracht worden. Es handele sich hierbei um geschmiedete Stahlgeländer, die von der Firma Karl Leicht aus Bamberg nach Plänen des Staatlichen Bauamts gefertigt wurden. Das neue Treppengeländer füge sich dem Denkmal entsprechend gut in den Bestand ein. Die Kosten, die noch nicht abschließend ermittelt seien, schätzte Monika Dierauf auf eine mittlere fünfstellige Summe.

Wallfahrer und Kirchenbesucher wissen es jetzt zu schätzen, dass die Treppe zum Hauptportal der Basilika mit einem beidseitigen Geländer versehen wurde. Da das gesamte Ensemble in Vierzehnheiligen unter Denkmalschutz steht, wurde eine kunstvolle Schmiedearbeit dafür angefertigt. Dafür konnte die Firma Karl Leicht, Kunst- und Bauschlosserei, aus Bamberg gewonnen werden. Inhaber Roland Leicht erläuterte die handwerklichen Arbeiten: „Die Handläufe sind aus Rundbaustahl geschmiedet, die Pfosten gelocht und die Handläufe an die Pfosten genietet“. Das Ergebnis könne sich sehen lassen. Die schön geschwungenen Anfänge wurden mit angestauchten Kugeln versehen.

Hintergrund
Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation fordert: „Die Umwelt muss für alle Menschen ohne Hindernisse gemacht werden. Alle Menschen müssen sich ohne Hindernisse fortbewegen können. Barrierefreiheit ist besonders für behinderte Menschen wichtig, aber auch für alte Menschen, Kinder, Menschen mit Kinderwagen, Rollator, Rollstuhl, für hörbehinderte oder gehörlose Menschen. Alle behinderten Menschen müssen ohne Hindernisse ins Theater, Kino, in die Kirche gehen können. Alle müssen sich zu Fuß, mit dem Rollstuhl, oder mit dem Geh-Wagen überall hinbewegen können – ohne fremde Hilfe“.

Text und Bilder: Andreas Welz

Spende für die Basilika-Glocken in Vierzehnheiligen

In Bad Königshofen haben sich die „Promiband“ und die Gruppe „WanSin“ (Wandern/Singen) zu einer Veranstalgung verbündet, deren Erlös für die Erneuerung des Geläuts von Vierzehnheiligen bestimmt war. Engelbert Brüger, Wallfahrtsführer von Bad Königshofen, moderierte die Veranstaltung. Hier sein Bericht über die Übergabe von 1.100 Euro an P. Heribert Arens:

Bad Königshofen (eb) Mitte November hatte die Promiband zu einem besonderen Kurkonzert mit Kirmessingen in die Trink- und Wandelhalle eingeladen. Neben vielen Gästen aus der Stadt und Umgebung waren auch zahlreiche Wallfahrer gekommen, denn der Abend war als Benefizkonzert für die Glocken von Vierzehnheiligen gedacht.
Diese Glocken der Basilika müssen einer grundlegenden Sanierung unterzogen werden, da die Aufhängung an Stahljochen Schäden verschiedenster Art an Glocken und Bauwerk nach sich zog. Für die aufwändige Sanierung hat die Kirchenstiftung Vierzehnheiligen zu Spenden aufgerufen.
Clemens Behr und seine Promiband sowie Engelbert Brüger als Moderator sorgten für gute Stimmung und die Gruppe WanSin (Wandern und Singen) bediente die Gäste mit Speis und Trank. So konnte Clemens Behr noch am Abend ein Sammelergebnis von über 800 Euro verkünden. Mit dem Erlös aus der Bewirtung sowie einigen nachträglichen Spenden kam insgesamt der stolze Betrag von 1.100 Euro zusammen.
Pater Heribert Ahrens vom Kloster in Vierzehnheiligen war hocherfreut, als er von der Aktion und der Spendensumme erfuhr. Clemens Behr (Promiband), Engelbert Brüger (Wallfahrtsführer) und Rainer Knies (Gruppe WanSin) haben bei einem Besuch im Kloster Vierzehnheiligen die Spende überbracht und Pater Heribert bedankte sich ganz herzlich für die großzügige Spende aus Bad Königshofen. „Damit ist zwar das Finanzierungsproblem noch nicht ganz gelöst, aber jeder Beitrag ist für uns wertvoll“, meinte er. „Vielleicht können sich andere Wallfahrten auch in ähnlicher Weise für diese Projekt engagieren“, äußerte er einen Wunsch.
Aller Voraussicht nach werden die Glocken am 31. Mai 2019 beim Einzug der Königshöfer Männerwallfahrt noch nicht erklingen, aber wenn im Jahr darauf das ganze Geläut ertönt, können manche Wallfahrer ganz stolz sagen: „Dazu haben auch wir einen Beitrag geleistet!“

 

Zum Bild:
Sehr erfreut war Guardian Pater Heribert Arens (2.v.li.) als er von Wallfahrtsführer Engelbert Brüger (2.v.re.) die Spendensumme von 1.100 Euro für die Glocken von Vierzehnheiligen überreicht bekam. Clemens Behr (li) mit seiner Prominentenband und Rainer Knies (re) mit der Gruppe WanSin (Wandern und Singen) waren maßgeblich am Erfolg des Benefizkonzertes beteiligt.

Adventsandacht mit „Good News“

„Als Generalprobe der Engel für den Heiligen Abend“, bezeichnete Franziskanerpater Heribert Arens die musikalische Adventsandacht mit „Good News“ aus Bad Staffelstein am Sonntagnachmittag in Vierzehnheiligen. Der Rektor der Basilika war von den geistlichen Liedern des Gospelchores ebenso begeistert, wie die zahlreichen Gottesdienstbesucher. Unter der Leitung von Wolfram Johann Brüggemann ließen die Sängerinnen und Sänger die Gefühlswelt der Sklaven auf den Baumwollfeldern Nordamerikas erlebbar machen. Die Gedanken der „Gospel-Urväter“ in die Herzen zu transportieren, ist ihnen an diesem Adventssonntag wieder gelungen.

Daran erinnerte auch Pater Heribert, der die Gläubigen aufrief, ihr Leben jeden Tag neu adventlich auszurichten. „Den Stern suchen, der den Weg kennt aus der Dunkelheit, Unsichtbares ahnen, nach Unsagbaren fragen und Unerhörtem lauschen“, zitierte er eine Adventsgedicht der Kölner Autorin Gisela Baltes. Mit dem beliebtesten Weihnachtslied im angelsächsischen Raum „Joy to the World“ eröffnete der Chor den zwölfteiligen Zyklus. Nicht weniger bekannt ist das afroamerikanische Spiritual „Go Tell it on the Mountain“ (sinngemäß: Geh, ruf es vom Berg). Der Refrain nimmt Bezug auf die Geburt Jesu.

In der Adventslitanei sprach der Geistliche vom Licht, das uns durch dunkle Zeiten trägt, das Ängste und Sorgen vertreibt, uns Hoffnung in der Bedrängnis gibt und Rettung und Hife verspricht. Der Chor antwortete mit „Sana, Sananina, praise the Lord“. Den Hosanna-Ruf aus Botswana, einem ausdruckstraken afrikanischen Gospelsong, begleiteten die Singenden mit rhythmischen Bewegungen.

Pater Heribert gab eine Geschichte des russisch-orthodoxen Bischof Anthony Bloom (1914-2003) wieder. Nicht das Gebet alleine führe zu Gottes Gegenwart, sondern ein Viertelstunde Stille. Einen Streifzug durch das weihnachtliche Schweden machte der Chor mit dem Song „Jul, jul, stralande jul“ ein Weihnachtslied von Gustaf Nordqvist (1886-1949), das er für den Männerchor a cappella komponierte. Aus Tansania erklang der afrikanische Song „Amezaliwa“ – „Der Herr ist geboren, Jesus ist geboren“. Die Adventsandacht beschloss der Chor mit dem bekannten Song „Hallelujah, Salvation und Glory“ – „Hallelujah, Rettung und Ruhm, Ehre und Macht für den Herrn, unseren Gott“.

Text und Bild: Andreas Welz

Wallfahrtsführertreffen 2018

Frohe Kunde brachte Pater Heribert Arens am Samstag in den Victor-von Scheffel-Saal beim jährlichen Wallfahrtsführertreffen im Diözesanhaus Vierzehnheiligen: „Die neuen Glocken der Basilika werden Ende Februar Anfang März in der Glockengießerei Bachert in Neunkirchen-Baden gegossen“. Damit rücke der Zeitpunkt näher, dass das Geläut wieder vollzählig erklinge. Zur Kirchweih im September 2019 könnte es soweit sein. Bis Weihnachten hoffte er auf das Ergebnis der Ausschreibung für die Sanierung der Glockenstühle.

Wenn die Arbeiten durchgeführt werden, könnte es möglich sein, dass manche Wallfahrten nicht mit Geläut empfangen werden. Pater Heribert bedankte sich bei den vielen Spendern, aber es klaffe immer noch eine große Lücke. Er ermunterte die Wallfahrtsführer zu Aktionen in ihren Heimatgemeinden, die der Finanzierung des Geläuts dienen sollten. Er gab bekannt, dass die Fassade zwischen den Türmen der Basilika im kommenden Jahr wieder eingerüstet werde. Eine Sanierung müsse auch dort aufgrund der Untersuchungsergebnisse durchgeführt werden. Fertiggestellt sei der behindertengerechte Zugang zu den Toiletten, der vom Freistaat und der Regierung von Oberfranken gefördert wurde. In der kommenden Woche würde die Geländer an der Haupttreppe zum Westportal der Basilika montiert, auch das Stück vom Podest bis zur Straße.

Eine Wallfahrtsführerin beschwerte sich über die vielen Absperrungen im Kirchenraum. Man wisse oft nicht wo man sich hinsetzen könne oder man sei eingesperrt. Pater Heribert begründete die „Stricke“ mit den vielen Touristen, die von den Wallfahrern oder den Gottesdienstbesuchern ferngehalten werden müssten. Als er vor acht Jahren nach Vierzehnheiligen kam, wollte er die Absperrungen abschaffen. Aber in der Praxis sei das nicht möglich gewesen. „Eine Gratwanderung, mit der wir leben müssen“, bedauerte er.

Der Geschäftsführer de Diözesanhauses Raimund Hümmer informierte die Wallfahrtsführer über die Generalsanierung des Hauses Frankenthal. „Einschränkungen müssen in Kauf genommen werden“, sagte er. Die Baustelle werde noch bis Ende der Wallfahrten 2019 bestehen bleiben. Zu Engpässen könne es in den Monaten Mai bis Juli kommen, insbesondere an Himmelfahrt oder dem Gedenktag Peter und Paul. Die Mitarbeiter des Hauses Frankenthal seien alle im Diözesanhaus beschäftigt und garantierten für die Unterbringung und Verpflegung der bis zu 500 Wallfahrern am Tag.

Hümmer empfahl den Wallfahrtsführern eine rechtzeitige Anmeldung, am besten noch heute für das kommende Jahr. Online-Buchung sei möglich auch für Touristen, allerdings hätten die Wallfahrer Vorrang. Der neue Film des Bayerischen Rundfunks über Vierzehnheiligen werde im Mai 2019 ausgestrahlt. Dann werde er auch auf die Homepage von Vierzehnheiligen gestellt. Nachdem sich der neue Kirchenschweizer Daniel Reitz vorgestellte hatte, er kam Mitte des Jahres nach Vierzehnheiligen, wurde das Wallfahrtsprogramm bekanntgegeben. Die ersten Pilger kommen am 13. April aus Stockheim im Landkreis Kronach.

Am frühen Vormittag fand ein Dankgottesdienst anlässlich des Wallfahrtsführertreffens in der Basilika statt. Pater Heribert ging in seiner Predigt auf das Leitwort der Wallfahrtssaison 2019 ein: „Lauft nur, ich werde euch tragen, euch hinführen bis ans Ziel“ – ein Wort des heiligen Augustinus, von ihm formuliert als Frucht eines langen Suchprozesses. Der Prediger erläuterte, wie der Mensch laufend die Welt erobert: „Wer läuft, der geht aus sich heraus, geht über sich hinaus. Seine Welt wird groß, wird weit“. Alte Menschen spürten oft schmerzlich, wie ihre Welt klein wird, weil ihre Beine nicht mehr mitmachen.

Der Mensch, der läuft, habe auch die Chance, auf Gott zuzugehen. So auch der Pilger, der aufbricht an Orte, an denen Gottes Nähe besonders spürbar ist. „Für die Pilgergruppen, die durch ihre Wallfahrtsführer in diesem Gottesdienst vertreten sind, ist das Vierzehnheiligen“, so der Geistliche. Dorthin brechen sie auf, gehen Schritt für Schritt, rasten und gehen wieder weiter, nehmen, wenn nötig, Umwege in Kauf, um zum Ziel zu kommen. So sei das neue Motte für 2019 eine Einladung, zu laufen, zu pilgern zum Ziel, das Gott ist – und darauf zu vertrauen, dass er auch auf dem Weg dabei ist.

Text und Bild: Andreas Welz

Wallfahrtsführertreffen in Vierzehnheiligen am 01. Dez. 2018

Oase des Trostes

Am vergangenen Freitag fanden Trauernde Trost bei einem ökumenischen Gottesdienst in der Basilika von Vierzehnheiligen. Die Franziskaner von Vierzehnheiligen gemeinsam mit den St. Franziskusschwestern und der evangelischen Kur- und Urlauberseelsorge Bad Staffelstein hatten zur „Oase des Trostes“ eingeladen. Pater Heribert Arens unterstrich, dass es gleich sei, ob die Trauer ganz frisch ist oder schon länger währt. „Gerade wenn der Trauerprozess länger dauert und die Umwelt längst zur Tagesordnung übergegangen ist, fühlen sich Trauernde oft einsam und alleingelassen und das in einer Lebensphase, in der sie Trost brauchen“. sagte er.

Täglich müssen Menschen Abschied nehmen von geliebten Mitmenschen, die ihnen der Tod genommen hat. Jetzt sind sie „Hinterbliebene“, Menschen die weiterleben müssen und wollen. Aber der Schmerz über den Verlust lebt mit: sie trauern. Das macht andere in ihrer Umgebung oft sehr hilflos. Sie wissen nicht, mit welchen Worten sie trösten sollen – und gehen darum oft den Betroffenen aus dem Weg.

Pater Heribert zitierte die Bibelstelle von den Emmaus Jüngern, die niedergeschlagene und traurig von Jerusalem nach Hause zurückkehren. Der Auferstandene geht mit den Zweifelnden und Traurigen, ohne ihn zu erkennen. Sie berichten dem unbekannten Begleiter von der Katastrophe. Sie hatten große Hoffnungen auf ihren Meister Jesus gesetzt, hatten sich begeistern und mitreißen lassen. Sie erwarteten von ihm die Erlösung ihres Volkes von der römischen Fremdherrschaft. Mit der Kreuzigung war das alles zusammengebrochen. Sie waren durch die Hinrichtung ihres Meisters mutlos geworden.

Die Jünger reden sich den Schmerz von der Seele und Jesus hört geduldig zu. „Genau das ist das Geheimnis des Trostes, einfach zuhören und den Trauernden reden lassen“, so der Geistliche. Worte helfen weniger, fromme Sprüche schon gar nicht. Wichtig sei, dass jemand da ist, auch wenn er nur zuhört. Es sei gut, wenn es einen Menschen gebe, der den Trauernden nicht alleine lässt. Die Toten können auch Hoffnung geben, sie können unsere Augen und Herzen für die Hoffnung öffnen. Das erfahren auch die Jünger aus Emmaus bevor sie Jesus erkennen. Die Hinterbliebenen tröstete der Pater mit der Zusicherung: „Während der Mensch in tiefster Trauer ist, ist Jesus schon längst neben ihm.

Vor dem Gnadenaltar stand eine große mit Sand gefüllte Tonschale auf einem Mauersteinsockel. An der großen Osterkerze entzündeten die Hinterbliebenen jeweils eine Kerze und steckten sie in die Schale. Franziskusschwester Alexia Hoderlein, Pfarrerin Anja Bautz und Pater Heribert verlasen die Vornamen der Verstorbenen. Im Anschluss trafen sich die Gottesdienstbesucher im Foyer des Klosters.

Text und Bild: Andreas Welz

Konzert zum Volkstrauertag – Kreisorchester Lichtenfels in Vierzehnheiligen

In der Basilika Vierzehnheiligen fand am Volkstrauertag ein besinnliches Konzert statt. Unter der Leitung von Christian Stenglein spielte das Kreisorchester Lichtenfels „Lieder ohne Worte“. Die 90 Musiker erfüllten mit mächtigem Klang den Kirchenraum, die sechs Tubisten bliesen kräftig in ihre Instrumente und dort, wo sonst der der Ambo steht, zwitscherten vergnügt Flöten und Klarinetten. Heinz Fischer vom Musikverein Marktzeuln sprach begleitende Texte. Pater Alexander. Weissenberger begrüßte Musiker und Zuhörer im Namen des Konvents der Franziskaner.

„Paradiso“ von Robert W. Smith (geb. 1958), die musikalische Umsetzung der „Göttlichen Komödie“ von Dante Alighieri, eröffnete das anspruchsvolle Konzert. Das rhythmisch und harmonisch höchst anspruchsvolle Stück meisterte das Orchester mit Bravour. Mit viel Gefühl wurde das „Panis Angelicus“ von Cesar Franck (1822-1890), der vom Engelsbrot kündende Hymnus, vorgetragen. Heinz Fischer zitierte das bekannte Kartenspiel von Bruce Low (1913 1990): „Mit jedem Ass soll ich erinnert werden es gibt nur einen Schöpfer des Himmels und der Erden“.

Der Halbmond hatte sich in das hohe Altarfenster geschoben als zum Schluss das Volkslied der „Abendmond“ nach einem Arrangement von Thiemo Krass (geb.1984) erklang. Die begeisterten Zuhörer wünschten sich eine Zugabe, die das Orchester mit dem Choral „Ich bete an die Macht der Liebe“ gern erfüllte.

Text und Bild: Andreas Welz

Singen und Musizieren zum Abschluss des Rosenkranzmonats

Ein Highlight religiöser fränkischer Volksmusik krönte den Monat Oktober in der Basilika Vierzehnheiligen. Musikgruppen aus Franken gestalteten das Mariensingen und Musizieren zu Ehren der Rosenkranzköniginvor dem Hauptaltar. Die eindrucksvolle Andacht zu Ehren der Muttergottes Maria wurde mit Liedern und Weisen aus dem fränkischen Raum in einer besonderen Art zelebriert: schlichte Harmonien, einfache Tonfolgen und Texte, die aber in ihrer Bescheidenheit die Besucher besonders berührte. Der Wechsel von Gesang und Instrumentalmusik belebte das außergewöhnliche Konzert.

Mit sanften Klängen kontrastierte die Reichenbacher Klarinettenmusik zur kräftigen Blasmusik der Rhöner Blechbläser, während die Alphornbläser Rotbachtal kräftig in ihre Hörner bliesen. Das Bamberger Doppelquartett war von großer Freude und Lebendigkeit getragen und ergänzte die Solostimme von Christine Ebert. Zum Mariensingen fand Franziskanerpater und Guardian des Klosters, Heribert Arens, zu Herzen gehende Worte. Er begrüßte, segnete die Gläubigen und dankte allen Musikern. Organisator Eddi Arnold, aus Zeitlofs, eine Gemeinde im Landkreis Bad Kissingen, leitete das Mariensingen. Er verstand es wieder einmal, die einzelnen Gruppen zu einem harmonischen Ganzen zusammenzufügen.

Die Alphornbläser mit zwei Flügelhörnern eröffneten das Konzert mit der „Hymne an Maria“

Mit bekannten Marienliedern wie „Wir ziehen zur Mutter der Gnade“, „Balsam für die Seele“ oder das „Ave Maria“ von Paul Lindenberg konnten die rund 400 Zuhörer einen angenehmen, besinnlichen Sonntagnachmittag genießen. Blechbläser, Alphörner begleiteten das Schlusslied „Meerstern ich dich grüße“. Es beschreibt, neben den Marien-Anrufen, die unterschiedlichen Attribute der Gottesmutter – die Rose ohne Dornen, die Lilie ohnegleichen. Diese Symbolik machte die Gottesmutter in der Basilika greifbar.

Eddi Arnold, der schon vor einem Jahr das Singen organisiert hatte, moderierte das Konzert. Alle Musiker traten ehrenamtlich auf, viele kamen von weither angereistete. Die Spenden gehen zur Hälfte an die Syrienhilfe der Franziskaner und an die Kirchenstiftung der Basilika für die Erneuerung des Geläuts. „Wenn man die Glocken der Basilika hört, dann fühle ich mich daheim“, schloss Arnoldseinen Spendenaufruf.

Text und Bilder: Andreas Welz