Adventliches Begegnungskonzert in Vierzehnheiligen

Mit einem adventlichen Begegnungskonzert begeisterten Kinder und Jugendlichen am vergangenen Samstag in der Basilika Vierzehnheilgen. Das anspruchsvolle Programm aus geistlichen Gesängen, Volksliedern und Weltmusik brachten vier Chöre zu Gehör: der Chor des Arnoldgymnasiums Neustadt unter der Leitung von Jochen Kästner, der Kinderchor des Fränkischen Sängerbundes mit Mario Frei, der Coro die San Francesco di Palma de Mallorca unter der Leitung von Juan Rossello und die „Vocalholics mit ihren Dirigenten Jochen Kästner.

Alle Chöre zusammen

Die jungen Stimmen ließen kraftvoll und dynamisch, mit viel Power und Leidenschaft, ein erfrischendes Konzert hören. Sie sangen mit Hingabe und Engagement. Neben mehrstimmigem Chor-Gesang präsentierten sich auch viele Solostimmen. Zu hören war religiöses Liedgut aus unterschiedlichen Genres, darunter Lieder, die vielen Zuhörern aus den aktuellen Charts der Pop-Musik bekannt sind. Mit „A mystic chord“ stiegen die Neustadter Gymnasiasten in das Konzert ein. Die lyrische Reflexion wies auf Abraham Lincoln, 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, hin und fordert zu einem höheren moralischen Ideal auf.

Der Kinderchor des Fränkische Sängerbundes interpretierte aus dem Album von John Rutter (* 24. September 1945 in London) „A Clare Benediction“ wo es in der Übersetzung heißt: „Möge Gott dir seine Barmherzigkeit schenken, möge das Licht seiner Gegenwart dich führen. Möge er dich beschützen und dir helfen. Möge sein Geist dich immer begleiten. Wenn du schläfst, mögen Engel über dich wachen“.

Der Kinderchor des Fränkischen Sängerbundes

Auch der Franziskuschor aus Palma wählte ein Weihnachtslied des englischen Komponisten „Angel’s Caroll“. Mit engelsgleichen Stimmen forderten die jungen Sängerinnen und Sänger die Zuhörer auf: „Hear the angels singing Christ is born“. Mit Abstand das beliebteste und bekannteste Stück war das Pie Jesu von Andrew L. Webber (* 22. März 1948 in London). Die 12jährige Ines Ferrer übernahm stimmgewaltig das Solo. Zum nächsten Lied „Stabat Mater“, ein mittelalterliches Gedicht, das die Mutter Jesu in ihrem Schmerz um den gekreuzigten Jesus als zentralen Inhalt hat, erschien Ines Ferrer in Gestalt des Heiligen Nikolaus in goldglänzendem Ornat. Langanhaltender Beifall forderte zu einer Zugabe, die der Chor mit seinem Dirigenten Juan Rossello gern erfüllte.

Ines Ferrer aus Palma de Mallorca begeisterte mit ihrem Solo

Die „Vocalholics“ übernahmen den Schlusspart mit dem bekannten Arrangement von Anton Bruckner (1824-1896) „Locus Iste“ und dem Sanctus & Agnus Dei aus dem Requiem Gabriel Fauré (1845-1925). Der Chor entstand aus dem Kinderchor des Fränkischen Sängerbundes und wurde Anfang des Jahres von Jochen Kästner gegründet. Alle Ensembles traten zum Finale gemeinsam auf. Raumfüllend erklang das Benediktus aus der Friedensmesse des zeitgenössischen Komponisten von Karl Jenkins.

Den neuen Chor „Vocalholics“ leitete Jochen Kästner

Text und Bilder: Andreas Welz

Wallfahrtsführertreffen in Vierzehnheiligen

Voller Tatendrang sind rund 130 Wallfahrtsführer, die im kommenden Jahr die Pilger aus Unter- und Oberfranken und den angrenzenden Bundesländern in die Basilika Vierzehnheiligen führen werden. Beim traditionellen Wallfahrtsführertreffen im Diözesanhaus gab Wallfahrtsleiter Pater Heribert Arens die Termine für die nächste Saison bekannt. Sie wurden von Waltraud Kießling, der Sekretärin des Wallfahrtsbüros, zusammengestellt und von Mesner Tobias Hartmann an eine große Leinwand projiziert.

 

Zuvor nahmen alle an einem festlichen Gottesdienst in der Basilika teil, den Pater Heribert mit Professor Elmar Koziel, dem Leiter der Bildungshäuser, als Konzelebranten feierte. Er blickte auf ein gutes Wallfahrtsjahr zurück. In seiner Predigt erläuterte Pater Heribert das Leitwort der kommenden Wallfahrtszeit 2018: GLAUBEN LEBEN.

Zwei Wörter, die beide in ihrer Gewichtung großgeschrieben sein müssten; zwei Wörter, die zusammengehörten: Glaube, der nicht im Leben ankomme, sei überflüssig – und Leben ohne die Dimension des Glaubens sei arm und perspektivlos.
Erfreulich darum, dass die Freude an der Wallfahrt auch heute noch Menschen bewege, zu den Wallfahrtsorten aufzubrechen. Auch der Zustrom nach Vierzehnheiligen sei ungebrochen. Es gebe Wochenenden, an denen die Gruppen im 15-Minuten-Takt begrüßt oder verabschiedet werden.

Mit Bedauern nahmen die Wallfahrtsführer zur Kenntnis, dass Kirchenschweizer Holger Schwind erkrankt sei. Mit großer Sicherheit führte er stets Geistliche, Ministranten und Wallfahrer in die Basilika oder gab Prozession den würdigen Rahmen. Er sei in der letzten Zeit öfter von Kirchenschweizer Michael Dörres aus Gößweinstein vertreten worden. Viele richteten Holger Schwind Genesungswünsche aus. Der langjährige Pilgerseelsorger Monsignore Wolfgang Witzgall, dem die Männer- und Pilgerseelsorge in der Diözese Bamberg oblag, sei verabschiedet worden, gab Pater Heribert bekannt.

Nach der Neubesetzung mit Geistlichen im Franziskanerkloster, sei man gut aufgestellt, stellte Pater Heribert fest. Er gab aber zu bedenken, dass außer Pater Stanislaus Wentowksi alle im Rentenalter seien. Er gab den Wallfahrtsführern einen – durchaus freundlichen – Brief aus einem Dorf am Wallfahrtsweg zur Kenntnis, in dem eine Familie mit kleinen Kindern darum bittet, dass die Wallfahrtsprozessionen morgens um 4,30 Uhr nicht gerade mit der Blasmusik an ihrem Haus vorbeiziehen.

Pater Herbert kündigte an, dass nun endlich das Geläut der Basilika saniert werden soll. Die Maßnahme werde 250 000 bis 300 000 Euro kosten. Seit über zwei Jahren läuten nur noch drei Glocken, weil die Stahlglockenstühle marode seien und die Statik der Türme gefährden und gekröpfte Joche Gefahren bergen (ein ausführlicher Bericht folgt in unserer Zeitung).

Der Geschäftsführer der Bildungshäuser der Erzdiözese Bamberg in Vierzehnheiligen, Raimund Hümmer, kündigte an, dass nach Sanierung und Umbau des Diözesanhauses moderne Zimmer mit Dusche/WC, Zimmer mit Waschbecken und Etagen-Duschen sowie zusätzliche Zimmer im Dachgeschoss zur Verfügung stünden.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Wallfahrersaal endete das Treffen.

 

Text: Andreas Welz

Bilder: Vierzehnheiligen

Oase des Trostes

Im Zeichen des Regenbogens stand am vergangenen Freitag die „Oase des Trostes“, ein ökumenischer Gottesdienst für Trauernde, in der Basilika Vierzehnheiligen. Der Regenbogen symbolisiert den Bund, den Gott mit Noah und den Menschen nach der Sintflut geschlossen hatte, ein Symbol für das Hoffnungsvolle nach einer schweren Zeit. Die Franziskaner wollten gemeinsam mit den Franziskusschwestern und der evangelisch-lutherischen Gemeinde Bad Staffelstein die Trauernden nicht allein lassen, gerade in Zeiten, wo sie Menschen an ihrer Seite brauchen.

Zur „Oase des Trostes“ kamen Menschen, die gemeinsam mit anderen ihrer Trauer Ausdruck geben und die Erinnerung an ihre lieben Verstorbenen in Gemeinschaft anderer, die in der gleichen Situation sind, pflegen wollen. Geistliche Texte, das Wort der Heiligen Schrift und seine Deutung, Schweigen und verhaltene Orgelmusik wollten helfen, die Erinnerung zu pflegen, der Verstorbenen zu gedenken und Kraft zu finden, für die eigene Trauer.

120 Kerzen erhellten den Regenbogen vor dem Hauptaltar, den die Gläubigen in einen Halbrund umschlossen. Beim Eintritt in die Basilika schrieben die Gottesdienstbesucher die Namen ihrer Verstorbenen auf kleine Kärtchen, die anschließend von Franziskusschwester Alexia Hoderlein, Pfarrerin Sabine Schmid-Hagen und Franziskanerpater Heribert Arens verlesen wurden.

Der Regenbogen stand im Mittelpunkt der Andacht „Oase des Trostes“ mit (von links): Pfarrerin Sabine Schmid-Hagen, Pater Heribert Arens, Franziskusschwester Alexia Hoderlein

Pfarrerin Sabine Schmid-Hagen unterstrich in ihrer Ansprache die Bedeutung des Regenbogens. Mit ihm habe Gott ein Zeichen gesetzt, das weithin sichtbar mache. Kein Regen solle mehr ewig dauern. Das Licht der Sonne sei Garant für und Symbol für alles Leben und werde sich durchsetzen in allen seien Farben. „Ich möchte ihnen nicht kommen mit solch platten Aussagen wie ‚Kopf hoch, nach Regen folgt auch wieder Sonnenschein‘. Das wäre fahrlässig angesichts der Katastrophe, die der Tod eines nahen Menschen bedeutet“, sagte sie.

Mühsam und langsam müsse der Schock verarbeitet werden. Rituale Trauer und Zeichen könnten helfen. Zeichen als Hinweis auf eine andere Wirklichkeit. Lebenszeichen Gottes, dass er selbst da ist, lebendig und gegenwärtig. „Das ist der Regenbogen, den Gott in seinem Bund mit Noah uns Menschen geschenkt hat“, so die Pfarrerin. Es sei nicht das einzige Zeichen, dass er uns gegeben habe. Der Advent als Lebenszeichen eines neuen Bundes mit Stall, Stern, Krippe und Kreuz, Brot und Wein, sie alle seien Zeichen auf den lebendigen Gott. „Wir dürfen diese Zeichen feiern, auch unter Tränen. Denn da, wo Gottes Licht sich an ihnen bricht, da könne sie entstehen: die Farben des Regenbogens“, schloss Pfarrerin Schmid-Hagen ihre tröstliche Predigt.

Text und Bild: Andreas Welz

Tagung der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz in Vierzehnheiligen

Die katholische Kirche in Deutschland befindet sich in einer Umbruchphase. Durch die Säkularisierung und Pluralisierung der Gesellschaft macht sie ähnliche Erfahrungen wie die Volksparteien: Die Mitte schrumpft, die Ränder werden stärker. Im Erzbistum Bamberg kündigte Erzbischof Ludwig Schick einen Strukturwandel an. Neue Seelsorgebereiche sollen in ländlichen Gebieten 12 000 Katholiken umfassen in der Stadt 17 000. Bei der Tagung der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz in Vierzehnheiligen vom 7. bis 10. November stand die Frage im Mittelpunkt: „Wie werden junge Menschen in diese Veränderungsprozesse einbezogen?“

Kaplan Norbert Förster, neuer Diözesanpräses des Bundes Deutscher Katholischer Jugend (BDKJ) in Bamberg machte gegenüber unserer Zeitung deutlich: „Wir wollen bei dem Prozess der Umstrukturierung die Jugendarbeit mit einbringen“. Er sah viele positive Anzeichen für ein Gelingen dieser Aufgabe: „Junge Menschen haben Lust auf Jugendarbeit und wir wollen sie gemeinsam auch nach außen tragen“. Seit einigen Wochen habe er die Jugendseelsorge in der Erzdiözese übernommen und: „man hat mich mit offenen Armen aufgenommen“.

Jugendbischof Stefan Oster

Jugendbischof Stefan Oster, der im September 2016 von der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz zum Vorsitzenden der Jugendkommission gewählt wurde, machte deutlich: „Wir müssen jungen Menschen Freundschaften anbieten“. Die persönliche Beziehung sei wichtiger als Strukturen und Programme, die aber nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Zur Jugendsynode im kommenden Jahr in Rom stelle er fest, dass es grundlegende Veränderungen bei den so genannten „Reizthemen“ nicht geben werde. Die Synode stehe unter dem Titel „Jugend, Glaube, Berufungsunterscheidung“. „Wir wollen Jugendlichen helfen, ihre Berufung zu finden“, so der Passauer Bischof. Jeder Mensch habe eine Berufung. Und es klinge ein jesuitisches Motiv in dieser Themenstellung an: Unterscheidung der Geister.

Der Jugendbischof möchte, dass die Jugend wirklich in den Blick kirchlichen Lebens kommt und zwar Weltweit. „Wir müssen neu nachdenken über Glaubensvermittlung, über den Suchprozess zum Glauben und zur eigenen Berufung“, so der 52jährige. Wir gehen noch zu oft davon aus, dass der junge Mensch seinen Weg in die Kirche irgendwie findet über die klassischen Sozialisationsprozesse: Kindergarten, Schule, Kommunionunterricht, Jugendgruppe – und am Ende ist er gläubig. Das stimme aber schon lange nicht mehr. Die Frage lautet. „Wie helfen wir heute kritischen jungen Menschen, die Geister zu unterscheiden und nach der Wahrheit zu suchen?“ Für ihn stehe im Mittelpunkt: „Wer ist Jesus Christus? Wie wollen wir Christen sein, wenn wir dieser Frage nicht immer wieder nachgehen? Und da müssen wir auch selbstkritisch sein“.

Bei den jüngeren Bischöfen in Deutschland setzen sich die 50- bis 60-Jährigen, lieber für eine spirituelle Erneuerung ein, statt die kirchlichen Dogmen zu hinterfragen. Eine konservative theologische Ausrichtung verträgt sich dabei sehr gut mit einer sozialpolitisch linken Haltung und modernem, freundlichem Auftreten – und im Fall des Passauer Bischofs Oster auch mit einer Affinität zu Facebook und zum Bloggen.

Die Leiterin der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge, Bianka Mohr, zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen der Konferenz: Gerade Jugendliche und junge Erwachsene passten sich permanent an gesellschaftliche Rahmenbedingungen an. Deshalb sei Veränderungsmanagement auch ein immanenter Auftrag für Jugendpastoral. „Für die tägliche Arbeit in den jugendpastoralen Handlungsfeldern, bei denen Strukturprozesse auch immer eine Rolle spielen, haben wir vor Augen geführt bekommen, dass wir Veränderung noch mehr als Chance begreifen können. In vielen Punkten arbeiten wir schon sehr gut und machen intuitiv das Richtige. An anderen Stellen können wir noch mutiger werden und Projekte ins Leben rufen, die nicht für die Ewigkeit gedacht sind, sondern während des Prozesses den Kurs korrigieren können“, sagte sie dem Heinrichsblatt.

Im Konferenzteil seien kommende Großveranstaltungen besprochen worden, so Bianka Mohr. Dazu zählte die Ministrantenwallfahrt nach Rom. Im Jahr 2018 zwischen Ende Juli und Anfang August werden unter dem Motto „Suche Frieden und jage ihm nach” 60 000 Ministrantinnen und Ministranten in Rom erwartet. Auch der Weltjugendtag in Panama 2019 warf seine Schatten voraus. Er wird vom 22. bis 27. Januar und damit nicht wie üblich im Sommer stattfinden. Aus klimatischen Gründen ist der Termin vorgezogen worden. Das Motto des nächsten Weltjugendtages lautet: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn. Mir geschehe, wie du es gesagt hast“.

Am Abend vor dem Konferenzende versammelten sich die Teilnehmer zu einem Pontifikalamt in der Basilika Vierzehnheiligen. Vorher fand eine Kirchenführung mit dem Rektor der Basilika Pater Heribert Arens statt. Der Franziskanerpater erläuterte Besonderheiten der Basilika. Das Amt zelebrierte Jugendbischof Stefan Oster, unterstützt vom Diözesanjugendpfarrer Norbert Förster. Die modernen geistlichen Kirchenlieder begleitete die „Feuersteinband“.

Text und Bild: Andreas Welz

Hubertusmesse in Vierzehnheiligen

Zu einem christlichen Brauch sind die Hubertusmessen geworden, bei der Jäger und Freunde des Waidwerks mit Blasinstrumenten den musikalischen Teil des Gottesdienstes gestalten. Seit vielen Jahren wird die Messe auch in der Basilika Vierzehnheiligen gefeiert. Die Parforcegruppe des Bayerischen Jagdschutz- und Jägervereins Lichtenfels beeindruckte am vergangenen Samstag mit kräftigem Hörnerklang. Die Bläser und Bläserinnen wurden vom Basilikaorganisten Georg Hagel an der Orgel begleitet. Vor der Basilika blies die Fürst-Pless-Horn Bläsergruppe aus Bad Staffelstein vor und nach dem Gottesdienst traditionelle Jagdsignale.

Franziskanerpater Stanislaus Wentowski mahnt in seiner Predigt zur Abkehr von einer unverantwortlichen Jagd und zur Hinwendung an die pflegliche Behandlung der von dem Menschen anvertrauten Tier- und Pflanzenwelt. Um die Schöpfung zu erhalten, müssten die Jäger regulieren und das Gleichgewicht wieder herstellen. Erheitert waren die Gläubigen als der Pater eine Flasche „Jägermeister“ emporhielt. Er wolle nicht für den Kräuterlikör werben, doch auf dem Etikett stehe der Leitsatz und Codex der Jäger und Heger: „Das ist des Jägers Ehrenschild, dass er beschützt und hegt sein Wild, weidmännisch jagt, wie sich’s gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt“.

Pater Stanislaus gab dann die Legende vom heiligen Hubertus wieder. Der zunächst noch ganz und gar nicht heilige Hubertus geht auf die Jagd, erblickt einen Hirsch, legt seine Armbrust an, da bleibt das Tier plötzlich stehen, dreht sich um und zwischen seinem Geweih erscheint ein strahlendes Kreuz. „Hubertus, ich erlöse dich und dennoch verfolgst du mich“, ertönt eine Stimme. Daraufhin wirft Hubertus seine Waffe weg, bricht mit seinem alten Leben und wird ein Heiliger.

Natürlich könne man sagen, es sei eine fromme Legende, so der Geistliche. Doch in den Legenden seien gewisse Wahrheiten verborgen. Eine davon könne lauten: „Gott, hat mit allem Erbarmen, damit sie sich bekehren“. Dank solcher Geschichten gebe es Hoffnung, dass Jesus jedem dem Unglück widerfährt, helfen will und sogar Vergehen vergibt. „Jeder von uns hat eine Aufgabe zu erfüllen. Ihre ist es, für den Wald und die Tiere zu sorgen, ohne dass etwas davon zu vernachlässigen. Entscheidend dabei ist nur, dass sie sich bemühen, ihrem Codex treu zu bleiben“, schloss der Pater seine Predigt. Mit „Waidmanns Heil“ vor dem Amen beendete Pater Stanislaus seine Ansprache.

Die Parforcegruppe des Bayerischen Jagdschutz- und Jägervereins Lichtenfels

Organist Hagel integrierte meisterhaft die symphonische Großorgel in den Klang der Hörner und füllte das gewaltige Raumvolumen der Basilika. Tonsicherheit und Freude an der Musik prägten die Interpretationskunst der Waidmänner im grünen Rock. Nach der Wandlung ertönten die Glocken. Auch diese instrumentale Besonderheit beherrschen die Bläser mit wechselvollen tiefsten und höchsten Tönen. Nach dem „Agnus Dei“ und dem Segen wechselten sich Gemeinde, Bläser und Orgel ab. Zum Auszug erklangen noch einmal die Hörner mit der Hymne an den heiligen Eustachius.

Die Hubertusmesse wird am Freitag, 10. November um 19 Uhr, in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Isling und am Freitag 17. November um 18 Uhr, in der Hankirche Prächting wiederholt. Die Mitwirkenden: Petra und Jürgen Treuter, Martina Neu, Sylvia Tempel, Ingrid und Uwe Hollfelder, Peter Gänsler, Dr. Peter Neu, Lorenz Wagner, Hermann Mäusbacher, Volker Pohl, Hermann Angermüller, Andreas Winkler, Zdenek Fiala (musikalische Leitung).

Text und Bilder: Andreas Welz

Fränkisches Mariensingen zum Rosenkranzmonat

Draußen weinte der Himmel, aber den Gläubigen in der Basilika Vierzehnheiligen gingen die Herzen auf. Das Mariensingen zu Ehren der Gottesmutter am vergangenen Sonntag, 08. Okt., wurde erstmals in diesem Jahr von Gruppen aus Heilbronn, von der bayerischen und fränkischen Rhön, Fulda und Volkach gestaltet. Kein einziger Platz war in der großen Basilika frei.

Der Rektor der Basilika, Pater Heribert Arens, erinnerte an die Jahrtausende alte Tradition der Marienverehrung. Er zitierte den bedeutende Minnesänger Walther von der Vogelweide: „Nun bitten wir dich, Mutter, und auch der Mutter Kind, die Reine und den Guten, dass sie uns Hüter sind. Ohn eure starke Hilfe kann keiner wohl gedeih‘n, und wer uns das bestritte, der muss recht töricht sein“. Pater Heribert wies darauf hin, dass Spenden für die Syrienhilfe der Franziskaner bestimmt seien. Und es kamen knapp 2.500 € zusammen. Alle Spenden wurden zu 100 Prozent über das Kommissariat des Heiligen Landes in Werl an die bedürftigen Menschen in Syrien weitergeleitet.

Kräftige Posaunenklänge von den Rhöner Blechbläser erfüllten die Basilika

Erhaben erklang dann die festliche Intrada zu Beginn, vorgetragen von den sechs Rhöner Blechbläsern, angeführt von Eduard Arnold aus Waldberg, der auch die Gesamtleitung hatte. Schlichte Harmonien, einfache Tonfolgen und Texte berührten in ihrer Bescheidenheit die Besucher.
Die Musik brachte eine Saite zum Schwingen, was Worte nicht ausdrücken können. Der Wechsel zwischen Gesang und Instrumentalmusik belebte das Konzert.

Die sanften Töne der Altblockflöte (Christine Ebert) kontrastierten zur kräftigen Tuba (Andreas Würker) und brachten ganz verschiedene Klangfarben in Einklang. Mit einem klassischen Solo auf der Gitarre und Gesang war Christine Ebert noch einmal zu hören. Die Alphorngruppe aus dem Rotbachtal erfreuten mit ihrem wohltuenden Klang Herz und Seele. Durch die Kombination mit zwei Flügelhörnern gestalteten sie ihren Vortrag noch abwechslungsreicher. Die Waldberger Wirtshaussänger hatten den Maßkrug zu Hause gelassen und luden zum Ave-Maria ein. Die wohlklingenden Männerstimmen waren getragen von großer Freude und Lebendigkeit.

Die Waldberger Wirtshaussänger überzeugten mit mehrstimmigen Gesang

Der fromme Karthäuser Dreigesang in ihrer traditionellen Tracht verehrte die Königin. Brigitta Kirch, Annette Kuh und Evi Semmle singen seit zehn Jahren miteinander. Die dreistimmige Vokalmusik der Frührenaissance hat es ihnen besonders angetan. Zum Schluss sangen alle das Marienlied „Meerstern, ich grüße…“, begleitet von den Rhöner Blechbläsern und der Alphorngruppe Rotbachtal. Die vielen überlieferten alten Marienlieder, die teilweise aus den Gesangbüchern verschwunden, sind erklangen wieder neu. Sie laden alle Christen ein, diese melodienreichen, sinnerfüllten Lieder zur größeren Ehre Gottes und der Gottesmutter Maria zu hören und zu singen.

Die Alphorngruppe aus dem Rotbachtal erfreuten mit ihrem wohltuenden Klang

Dass zum Fränkischen Mariensingen Gruppen aus verschiedenen Regionen kamen, habe seinen Ursprung bei einem Konzert im Franziskanerkloster Frauenberg in Fulda, erklärte Eddi Arnold unserer Zeitung. Mit dabei waren damals Franziskusschwestern aus Vierzehnheiligen. „Wir würden uns freuen, wenn das Mariensingen auch bei uns in der Basilika stattfinden könnte“, hätte Schwester Claudia Hink von der Ordensleitung gesagt.

Text und Bilder: Andreas Welz

Wallfahrt für Arbeitnehmer und Arbeitsuchende nach Vierzehnheiligen

Die 11. Wallfahrt „Arbeit ist Menschenrecht“ für Arbeitnehmer und Arbeitslose führte am vergangenen Samstag nach Vierzehnheiligen. Eingeladen hatte die Katholische Betriebsseelsorge Bamberg, der Diözesanverband Bamberg und das Franziskanerkloster Vierzehnheiligen. Die Wallfahrt begann am Seubelsdorfer Kreuz in Lichtenfels. Auf dem gemeinsamen Weg zur Basilika verharrten die Gläubigen an vier Stationen. Dort wurden die Sorgen und Nöte der Menschen in der Arbeit und in der Arbeitslosigkeit in Gebeten und Meditationen thematisiert und eine Vision einer gerechten Welt entwickelt.

Manfred Böhm, Leiter des Arbeitnehmerpastorals, machte deutlich: „In den Köpfen, Herzen und Füßen ist die Wallfahrt inzwischen zu einem festen Bestandteil geworden. Die Basilika Vierzehnheiligen, die seit Jahrhunderten Ziel von Rat- und Hilfssuchenden ist, verheißt auch uns Heutigen Ruhe, Trost und innere Kraft“. Aber auch Ärger, Klage und Protest begleiteten die Pilgerreise. „Seit Jahrzehnten wächst der soziale Riss in unsrer Gesellschaft, ohne dass die jeweils herrschende Politik dem einen wirksamen Riegel vorschiebt“, so der Geistliche. Der wuchernde Reichtum der Wenigen und die Mittellosigkeit von immer mehr Menschen am unteren Rand der Gesellschaft seien zwei Seiten der einen Medaille, die eine gäbe es nicht ohne die andere. Mit der Teilnahme wollten die Wallfahrer deutlich machen, dass man nicht Gott und dem Mammon dienen könne.

Als besonderes Zeichen der Ermutigung und Wertschätzung empfanden die Wallfahrer, dass der Leiter der Hauptabteilung Seelsorge, Domkapitular Professor Peter Wünsche, den Weg nach Vierzehnheilige mit ihnen ging und dort die Eucharistie mit ihnen feierte. In seiner Predigt ging Wünsche auf die Zeit der Industrialisierung ein. Menschen bedienten große Maschinen, die Werte wurden von den Maschinen geschaffen und nicht von den Arbeitern. Sie waren eine geduldete Notwendigkeit. Natürlich sei heute manches anders, aber nicht frei von dem Denken, dass Kapital und Produktionsmittel die Werte mehr schaffen als die Menschen.

Gott zu dienen sei keine Schande, so der Domkapitular. Sich Gott zu unterstellen, mache nicht zum Sklaven, sondern frei. Dem Mammon zu dienen mache das Gegenteil. Es mache unfrei weil Besitz und Haben nie genug sind. Wer hat, will mehr, wer mehr besitzt ist selten zufrieden. Allein dem Geld zu dienen, mache blind für die Menschen und ihre Nöte und so mache es letztlich auch blind vor Gott. Und darin sh Professor Wünsche eine wichtige Aufgabe der Kirche, immer mehr zu fragen, wird dient wem? Dient die Wirtschaft dem Menschen? Dient Wachstum der Menschen? „Vergöttlichung des Habens ist unmenschlich und versklavt den Menschen. Wenn das Herz beim Geld ist, ist der Mensch tot wie das Geld und gefangen wie ein Schatz im Tresor“, stellte er fest. Gott wolle uns Frei und da habe die Menschheit noch eine große Aufgabe vor sich. „Da haben wir Christen noch eine große Aufgabe vor uns“, betonte der Geistliche.

Text und Bild: Andreas Welz

Transitusfeier – Heimgang des Hl. Franziskus von Assisi

In der zurückhaltend beleuchteten Basilika saßen am Abend des 3. Oktober etwa 80 Frauen und Männer, Schwestern aus dem Mutterhaus, Brüder aus dem Franziskanerkloster und viele Gäste, die gemeinsam mit den Schwestern und Brüdern den Heimgang ihres Ordensvaters, des Heiligen Franziskus von Assisi, feiern wollten. Am Abend des 3. Oktober 1226 ging er heim zu Gott.
Höhepunkt dieser Feierstunde war eine Lichtsymbolik: Nach dem Bericht über das Sterben des Heiligen wurde die Osterkerze entzündet, Zeichen der Auferstehung und des unzerstörbaren Lebens. Alle Teilnehmer kamen dann zur Osterkerze, entzündeten daran schlanke kleine Kerzen und steckten die in bereitgestellte, mit Sand gefüllte Schalen. Das Hoffnungslicht des Franziskus wurde zum Hoffnungslicht für alle Anwesenden.


Zu Beginn der Feier hatte P. Stanislaus, der die Feier gestaltet und geleitet hat, die Anwesenden mit diesen Worten in die Feier eingeführt:
Im Laufe des Jahres begehen wir viele Feste – Geburts- oder Namenstage, Jubiläen und andere fröhliche Festtage. Heute haben wir uns zu einem ganz anderen Anlass versammelt: um den Tod – besser gesagt – um den Transitus, den Hinübergang des Hl. Franziskus nicht nur zu begehen, sondern auch zu feiern.
Kann man überhaupt einen Tod feiern? Beim Hl. Franziskus lautet die Antwort: Ja! Der Bericht des ersten Biographen erläutert seine Einstellung zum Tod – den er seinen Bruder nennt – genauer: Sein irdisches Leben erreicht im Sterben den Höhepunkt, und er freut sich sogar darauf.
Vom Hl. Franziskus können wir lernen, wie wir in und mit der Schöpfung Gottes leben sollten, um IHN zu erfahren und uns auf die endgültige Begegnung mit unserem Gott zu freuen.
Vor seinem Sterben hatte Franziskus den Wunsch, dass sein Sonnengesang gesungen wird. Dieser Sonnengesang rundete auch die Feier in der Basilika ab.

 

Segnung von Tieren und Menschen

Die Segnung von Tieren und Menschen auf dem Basilikaplatz von Vierzehnheiligen ist in jedem Jahr ein spannendes Ereignis für Vier- und Zweibeiner. Traditionell findet sie am Todestag des Ordensstifters Franz von Assisi statt (3. Oktober 1226). Der Guardian des Franziskanerklosters Pater Heribert Arens und seine Mitbrüder Alexander Weissenberger und Stanislaus Wentowski führten die Jahrhunderte alte Tradition fort. Pater Heribert erinnerte daran, dass der Mensch nach franziskanischer Überzeugung Verantwortung für die Mitgeschöpfe und die gesamte Natur trage. Er wies darauf hin, dass Tiere Geschöpfe Gottes sind, die wie wir Menschen unter Gottes Schutz stehen. Ihnen gebühre Ehrfurcht, weil diese Ehrfurcht allem Geschaffenen gilt. „Die Ehrfurcht vor ihnen sei nicht zuletzt Ausdruck der Ehrfurcht vor ihrem Schöpfer“, sagte er.

An einem Beispiel machte der Franziskaner die Tierliebe des Ordensgründers deutlich. Er hätte, so die Legende, einmal den Vögeln mit den Worten gepredigt: „Gar sehr müsst ihr euern Schöpfer loben und ihn stets lieben. Er hat euch Gefieder zu Gewand und Fittiche zum Flug gegen und alles was ihr nötig habt. Vornehm machte euch Gott unter seinen Geschöpfen, und in der reinen Luft schuf er euch Wohnung. Ihr sät und erntet nicht und doch schützt und leitet er euch, ohne dass ihr Euch um etwas kümmern müsst“.

Franziskusschwester Milagros liebt die Tiere

Pater Alexander ließ sich die Namen der Tiere geben, ehe er sie mit Frauchen segnet

Während der Ansprache hatte sich der Platz mit Vierbeinern und ihren Herrchen und Frauchen gefüllt. Aus Königsfeld bei Hollfeld hatte Barbara Schwengler die beiden Kaltblüter Sepo und Max mitgebracht. Die Pferde blickten etwas überheblich auf das Hundevolk unter ihnen herab. Franziskusschwester Milagros hielt es nicht bei einer großen Feier im Mutterhaus: „ich liebe die Tiere“, sagte sie und streichelte den edlen Warmblütler, der seine Reiterin aus Weidhausen auf den heiligen Berg getragen hatte.

Am 3. Oktober, dem Vorabend des kanonischen Gedenktages des heiligen Franziskus, denken die Franziskaner besonders seiner Sterbestunde. Dieses Fest nennen sie Transitus. Die Texte des Thomas von Celano, des Biografen des heiligen Franziskus beschreiben die letzten Stunden seines Lebens auf sehr innige Weise. So kommt es, dass sich im Laufe der Zeit in jedem Kloster eine je eigene Tradition entwickelt hat. „Die Tiere sind uns anvertraut und wir ziehen sie im Auftrag Gottes groß“, sagte Pater Stanislaus. Der Segen, den die drei Patres spendeten, sollte alle anwesende Tiere vor Gefahr und Krankheit schützen.

Text und Bilder: Andreas Welz

Für Pater Stanislaus standen anlässlich des Tags des Heiligen Franziskus die guten Wünsche für Vierbeiner und Co. im Fokus

Erntedankfest in Vierzehnheiligen

Rotbackig leuchteten die Äpfel. Das Brot duftete bis in die ersten Reihen. Die Flechtkörbe mit Kartoffeln oder Mohrrüben quollen über. Den Altar säumten Brote und bunt leuchteten die Blumen. Daneben machte sich gold-orange ein Kürbis breit. Nicht zu vergessen, die herrlichen Weintrauben – die Früchte des Sommers. Die Orgel jubilierte und Hörnerklang erfüllte die Basilika in Vierzehnheiligen. Es war ein Fest für alle Sinne.

Selten war die Kirche so schön geschmückt wie am vergangenen Sonntag, dem Erntedanktag am 01.Okt. Zu Beginn der Messe überbrachte die Jugend der Obst- und Gartenbauvereine Grundfeld und Wolfsdorf Erntegaben, die sie vor dem reich geschmückten Hauptaltar niederlegten. Darüber schwebte die kunstvoll geflochtene Erntekrone. Mit der Gestaltung des Altars brachten die Gläubigen zum Ausdruck, dass sie, neben der eigenen Arbeit, vor allem dem Schöpfer der Welt die Grundlage ihres Lebens verdanken. Sich an den Gaben zu erfreuen, dafür zu danken und sie schließlich miteinander zu teilen, darin zeigte sich: der Mensch ist gebunden an die Natur, an Gott und an die Menschen, mit denen er sein Leben auf dieser Erde teilt.

Die Jugend der Gartenfreunde aus Grundfeld und Wolfsdorf brachten die Erntegaben

Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt. Einige hatten Klappstühle mitgebracht, die meisten standen dichtgedrängt und lauschten den Worten der Predigt. Und die sprachen ihnen aus der Seele. Gott dem Schöpfer geben wir dann recht die Ehre, wenn beides zusammenkommt: Der Dank für alles, was mit Seinem Segen gewachsen ist, uns nährt und wir genießen dürfen, und gleichzeitig die Verantwortung für Menschen in Not und für Gottes Schöpfung. Franziskuspater Heribert Arens unterstrich: „Dank prägt den heutigen Tag“. Er teilte den Dank in Gaben, die unseren Hunger stillen. Da gehe es nicht um die Freude am Essen, sondern um die Ernährung, damit wir nicht verhungern.

Es gehe aber auch um Gaben, auf die wir Appetit haben, die wir uns auf der Zunge zergehen lassen. In der Fastenwoche werde Brot wieder zum Genussmittel. „Gott schenkt uns seine Gaben, damit wir sie genießen“, so der Pater. Darüber hinaus schenke Gott uns schöne Gaben, die uns staunen lassen. Viele seien in die Kirche gekommen und hätten sich am Anblick der Gaben gefreut. Die Gaben seien also nützlich, schmackhaft und schön. Eine Dimension, die oft vergessen werde, sei ein schön gedeckter Tisch, nicht in Junggesellenmanier. Die Menschen ernteten dank ihres Partners, ohne den sie nicht leben können. Sie genießen es in seiner Nähe zu sein und schließlich sähen sie mit den Augen der Liebe seine Schönheit. Pater Heribert fasste zusammen: Erntedank sei das was erhält, was wir genießen und schön finden.

Das Team der Basilika hatte nicht nur den Hauptaltar, sondern auch die Nebenaltäre kunstvoll dekoriert

Das Hochamt zum Erntedankfest wurde musikalisch mitgestaltet von einem holländischen Bläserensemble unter der Leitung von Professor Harry Ries. Am Ausgang verteilten die „Bachstelzen“ der Gartenfreunde Grundfeld und die „Lindenkids“ der Gartenfreunde Wolfsdorf Äpfel an die Gottesdienstbesucher.

Text und Bilder: Andreas Welz