Vorankündigungen

Sich für den Zusammenhalt des Gottesgartens einsetzen und nicht für Spaltung sorgen

In der eigenen Heimat leben und arbeiten zu dürfen, wird heutzutage vor allem in dem ländlichen Bereich immer schwieriger. Während kleine Familienunternehmer ums Überleben kämpfen, werden große Investoren mit offen Armen empfangen.
Ein solches Szenario erleben wir zurzeit in Grundfeld. Bereits im Jahre 1979 wurde die Lo-gistikfirma CS-Trans gegründet, die nun in der zweiten Generation geführt wird. Das Gebäu-de, das die Firma seit 8 Jahren mietet, ist aufgrund seines Alters nur noch marode. Aus dieser Tatsache entstand die Notwendigkeit zum Neubau mit dem Ziel modern zu werden, umweltfreundlich zu sein und Heimatbezogen zu bleiben. In Grundfeld blieb von 3 möglichen Lösungen nur noch ein geeigneter Ort: direkt an dem Autobahnknoten, im „Schatten“ des riesen Komplexes von „Concept Laser“.
Dass dieser Umzug aus der Ortsmitte an den Ortsrand mit solchen Schwierigkeiten konfrontiert wird, die wir seit Wochen erleben, hätte niemand gedacht. Obwohl der Stadtrat bereits grünes Licht erteilt hatte, kommt es jetzt es doch noch zu einem Bürgerentscheid. Die Bevölkerung soll nun „demokratisch“ entscheiden, was für die „CS-Trans Professionelle Logistik“ besser ist. Soll sie weiter in dem alten und maroden Gebäude bleiben und dafür noch Miete zahlen. Oder soll sie sich davon lösen und selbständig werden, zugleich aber auch neu, optimiert und innovativ werden mit all den modernsten und umweltfreundlichen Lösungen.

Wer bei der Abstimmung am 24.11.2019 sein Kreuz bei dem „Ja“ setzt, dem verspricht man an dem „Erhalt und Schutz des Gottesgartens“ teilzuhaben.
Wer dagegen an dem Sonntag das „Nein“ ankreuzt, der entscheidet sich zugleich für die Stärkung der Region und der Heimat, und trägt dazu bei, dass ausgerechnet einheimische junge und tüchtige Unternehmer gerade in ihrer Heimat Fuß fassen dürfen und nicht auswandern müssen.

Vielen Menschen ist es bewusstgeworden, dass schon die Unterschriftenaktion gegen den Neubau sehr hinterlistig war – ohne genaue Aufklärung, worum es wirklich geht, wurde von den gutgläubigen Einheimischen ihre Unterschrift erschlichen.
Mittlerweile missbrauchen – meiner Meinung nach – die Baugegner sogar die christliche Symbolik, um ihr Ziel zu erreichen. Die Parolen wie „Gottesgarten“ und „Schöpfung“, wie auch die Skizzen des allsehenden Auges, der Basilika Vierzehnheiligen und des Klosterbanz dienen nur der Täuschung. Jetzt noch werden sogar die Nothelfer in das böse Spiel hineingezogen, als Helfer gegen diesen Bau.

Diejenigen, denen es wirklich an dem „Gottes-Garten“ liegt, die würden sich für Frieden und Zusammenhalt einsetzen und nicht für Spaltung sorgen. Sie würden auf Gerechtigkeit achten und nicht mit Halbwahrheiten, also Lügen, oder „fake news“ Verwirrung stiften. Sie würden auch ihre Barmherzigkeit zeigen und nicht versuchen Macht über ihren Nächsten zu gewinnen, um dann ihn zugrunde zu richten. Die wirklich gläubigen Men-schen würden die Heiligen Nothelfer um Heilung und erfülltes Leben bitten, und nicht um ein Leben zu zerstören! Kurz gesagt, wer den Menschen verachtet, der kann selber kein guter Mensch sein – und erst recht nicht Gottes Anwalt. „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ heißt richtig die Devise.

„Das Erflog des einen weckt den Neid in dem Anderen“. Diese Tatsache ist so alt, wie die Menschheit selbst. In der Geschichte von „Kain und Abel“ kann man gut sehen, wohin Neid, Minderwertigkeitsgefühle und Machtbesessenheit führen.
„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ warnt Jesus seine Anhänger vor. Wer vom Neid und Macht über den Menschen getrieben wird, wer den Mitmenschen schadet, der ist in Wirklichkeit ein „Wolf im Schafspelz“ und nichts Anderes.

Es scheint heute „in“ zu sein, unter dem Vorwand lauteren Absichten anderen das Leben schwer zu machen und jeglicher Entwicklung im Wege zu stehen. Es gibt zwar das Recht zur Meinungsfreiheit, aber die Art und Weise, wie es in diesem Fall um Unterstützer geworben wird, basiert meiner Meinung nach auf Täuschung.

Machen Sie sich bitte selber ein Bild, was die Sache ist. Beachten Sie alle Argumente. Eine Medaille hat eben zwei Seiten!
Und gehen Sie, bitte, am Sonntag 24.11.2019 zu dieser Abstimmung.

Gedanken von P. Stanislaus Wentowski ofm, Seelsorger in Vierzehnheiligen

Erklingen des erneuerten und erweiterten Geläuts der Basilika

Am Samstag, 23. 11. 2019, am Vorabend des Christkönigssonntags, um 18.00 Uhr werden zum ersten Mal die Glocken des erneuerten und erweiterten Geläuts von Vierzehnheiligen zu hören sein.
Seit dem Vierzehnheiligenfest im Mai haben die Glocken geschwiegen. Zu den bestehenden 5 Glocken wurden 6 weitere dazu gegossen, zwei davon größere, vier kleinere als Zimbelgeläut.
Zwei Monate lang konnten die Besucher der Basilika die Glocken zwischen Hochaltar und Gnadenaltar anschauen. Am 28. Oktober wurden sie mit einem großen Kran in die Türme gehoben, einen Tag später wurden die neuen Holz-Glockenstühle geliefert und montiert.
Zum Christkönigssonntag wird das Werk vollendet sein. In einer „Glockenvesper“ werden die neuen Glocken erklingen, einzeln und im Ensemble – und sie werden erzählen von der wechselvollen Geschichte von Vierzehnheiligen.
Bei trockenem Wetter wird diese Glockenvesper im Freien stattfinden und mit einer Lichtinstallation untermalt werden. Besucher sollten sich auf etwa 45 – 60 Minuten einstellen. Wem das Stehen draußen zu mühsam ist: Man wird die Glocken auch in der Kirche hören.
Ohne Lichtinstallation wird die Glockenvesper am Sonntagnachmittag um 14.00 Uhr noch einmal wiederholt.