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griechisch PANTELEIMON, ganz mitleidig, der Allerbarmer

27. Juli

Nikomedien (Türkei)

305 als Leibarzt Kaiser Maximians gemartert

Hände auf den Kopf genagelt

Patron der Ärzte, Hebammen und der Kranken, Helfer gegen Kopfweh

Als geschätzter Leibarzt des Kaisers Maximian half der hl. Nothelfer neben den körperlichen und seelischen Nöten vielen Armen mit seinem Vermögen. Im Orient zählt er zu den „Hagioi anargyrioi“, den unentgeltlich Helfenden. Diese Gruppe war im Orient quasi das Gegenstück zu unseren Nothelfern. Neidische Arztkollegen verrieten beim Kaiser, dass er Christ sei.

„Lieber sollen meine Hände verdorren, als dass ich sie zum Schwur der heidnischen Götter erhebe“, soll der überzeugte Christ Pantaleon gesagt haben. An einem Olivenbaum angebunden nagelten ihm seine Peiniger beide Hände auf den Kopf. Sterbend betete er noch für sie. Darauf geht sein Name „Panteleimon“ zurück.

In mehreren Kirchen werden Glasampullen mit dem Blut des heiligen Märtyrers aufbewahrt. Im Konvent der Augustinerinnen in Madrid geschieht an jedem 27. Juli das sogenannte Pantaleonwunder: das Blut in der Ampulle verflüssigt sich und wallt auf (vgl. auch: hl. Januarius). – Der Erzbischof Gero von Köln brachte 871 von Konstantinopel eine Reliquie des Heiligen mit. Die dortige romanische Kirche St. Pantaleon, die seit 1208 auch den Schädel des Heiligen als Reliquie bei sich birgt, ist eine kunstgeschichtliche Sehenswürdigkeit. In Österreich heißen zwei Orte St. Pantaleon. In Oberrotweil am Kaiserstuhl ist die Pferdeprozession ihm zu Ehren alte Tradition.

 

Gebet zum Heiligen Pantaleon

Heiliger Pantaleon, du weißt, wie schwer es ist, krank zu sein ohne Hoffnung auf Heilung und oft ist es noch schwerer, Menschen leiden zu sehen; Menschen, die wir lieben und denen wir nicht helfen können. Erbitte den Ärzten, denen wir Vertrauen schenken, Weisheit und Geduld zur rechten Behandlung.